

»Ich bin politisch sehr interessiert und würde mir wünschen, dass bereits ab 16 gewählt werden darf«, erklärt Mika Indenhuck. Er hat mit einigen engagierten Mitschülern die Wahlleitung übernommen, Wahlbenachrichtigungen verteilt und nun Stimmzettel ausgegeben. In einem Zusatzkurs der Sozialwissenschaften hat Fachlehrerin Martina Bittl die Wahl vorbereitet. »Es ist wichtig einmal eine Wahl zu simulieren, bevor es ernst wird«, versichert eine Mitschülerin. Man habe einen Live-Stream mit den Direktkandidaten des Wahlkreises 88 verfolgt und auch das TV-Triell angesehen. »Es ist toll, dass der Unterricht in Politik und Sozialwissenschaften nun ein Stück praktisch gelebt werden kann«, freut sich eine 17-Jährige. Dem Nebenmann hat der intensive Austausch im Unterricht geholfen am kommenden Sonntag das »Kreuz« an der richtigen Stelle zu setzen. Seit 1999 wird die Juniorwahl bundesweit durchgefu¨hrt; seither beteiligten sich u¨ber 3.8 Millionen Jugendliche. 4513 Schulen haben an der Juniorwahl 2021 teilgenommen, die unter Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble steht. Um keinen politischen Einfluss zu nehmen, wird das Ergebnis erst nach der Bundestagswahl auf www.juniorwahl.de präsentiert.


