bil

Eiskalte Leidenschaft: Auf Kufen ins Glück

Moira Tadiotti vom Bitburger Eissportverein hat einen Traum: Weltmeisterin im Eiskunstlauf werden.
Bilder
Moira Tadiotti aus Bitburg (Mitte) auf dem Siegertreppchen in Krefeld. Foto: privat

Moira Tadiotti aus Bitburg (Mitte) auf dem Siegertreppchen in Krefeld. Foto: privat

Moira Tadiotti vom Bitburger Eissportverein hat die Willi Münstermann-Meisterschaft in der Kategorie Bronze Free Skating gewonnen. In der Rheinlandhalle in Krefeld belegte sie am 25. Januar den ersten Platz. Die 42-Jährige ist stolz auf ihre Leistung: »Dieser Wettkampf wurde in den Adults-Kategorien so zum ersten Mal ausgeführt. Es starteten in meiner Bronze Kategorie 17 Läufer, bei denen ich den 1. Platz belegte. Dies war ein deutschlandweiter Wettkampf und ich habe als einzige Läuferin Rheinland-Pfalz vertreten.«

Zweiter Anlauf auf dem Eis:

Bitburgerin startet mit 40 Jahren neu


2018/2019 war sie Landesmeisterin in der Kategorie nach nur einem Jahr Training. Davor hatte die Bitburgerin 25 Jahre pausiert. Bis zum 16. Lebensjahr hatte sie intensiv beim Bitburger Eissportverein trainiert, erfolgreich an den Europäischen Jugendmeisterschaften am Coupe du Printemps teilgenommen und dann alles von einem Tag auf den anderen an den Nagel gehängt.  Für ein paar Jahre zog es Moira Tadiotti, die aus einer italienischen Gastronomen-Familie stammt, die mehr als 40 Jahre lang eine Pizzeria in Bitburg führte, ins Ausland.  Sie gab Tauchkurse auf Fuerteventura und leitete ein Restaurant in der Schweiz. 2011 kam sie zurück und zog nach Trier. Heute arbeitet sie als Assistentin in einer Bank in Luxemburg. »2017 hat mich die Leidenschaft wieder gepackt«, erzählt sie. Mit 40 zog es sie wieder aufs Eis und sie ist auf Medaillenkurs. »Es ist eine Leidenschaft, die wohl nie endet. Sobald die Kufen das Eis berühren, geht ein unbeschreibliches Glücksgefühl durch meinen Körper. Ich hoffe, dass ich den Sport noch lange ausüben kann.«

Disziplin, Fleiß

und hartes Training


Für den Erfolg steht sie zwei- bis dreimal pro Woche mit ihren Trainern auf dem Eis. »Bis eine Verbesserung in meinem Alter sichtbar wird, kann es schon mal dauern«, schmunzelt die 42-Jährige. Für Kondition, Kraft und Körperspannung, die es für eine Kür braucht, stehen außerdem  Laufen, Schwimmen und Krafttraining auf dem Plan. Da heißt es selbst am Wochenende: um sieben Uhr aufstehen!
Als nächstes nimmt sich Moira Tadiotti am 22. März den Bitburger Pokal und am 28. März die Landesmeisterschaften in Neuwied vor. Dabei unterstützen sie ihre Trainer. »Sie sind top«, schwärmt Tadiotti. »Wir sind zwar kein Profi-Verein, aber sie sehen jeden geringsten Fehler und sind nie müde, uns falls nötig zum hundertsten Mal zu korrigieren und Sprünge, Pirouetten und Schritte zu üben.«
Der Traum der Italienerin von künftigen Siegen geht hoch hinaus.  »Mein Ziel ist die Weltmeisterschaft«, sagt sie. Die findet in den Erwachsenen-Kategorien seit einigen Jahren im Mai in Oberstdorf statt. Sybille Schönhofen


Meistgelesen