Jan Kreller

Erfolgreiches Herbstforum der Air Base Spangdahlem

SPANGDAHLEM. Der Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem veranstaltete kürzlich das halbjährliche Informationsforum mit Vertretern der Region und des Gastlandes.

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Leslie F. Hauck III, Kommandant des 52. US-Luftwaffengeschwaders in Spangdahlem, salutiert den Opfern der Anschläge des 11. Septembers. Rechts Landrat des Eifelkreises Andreas Kruppert.

Leslie F. Hauck III, Kommandant des 52. US-Luftwaffengeschwaders in Spangdahlem, salutiert den Opfern der Anschläge des 11. Septembers. Rechts Landrat des Eifelkreises Andreas Kruppert.

Foto: Kreisverwaltung

Im Verlauf des gut besuchten Forums stellte Oberst Leslie Hauck, Kommodore der 52. Fliegerstaffel, das neue Führungsteam vor und betonte den Wunsch des gesamten Teams, mit den lokalen Partnern weiterhin erfolgreich zusammenzuarbeiten, bevor er über die Unterstützung der Air Base Spangdahlem für weitere Einsätze, Innovationen des Geschwaders und Umweltinitiativen referierte. Zu Beginn des Austauschs informierte Hauck über den aktuellen Stand der derzeitigen Missionen und wies auf den erhöhten Aufwand hin, mit dem der Stützpunkt seit dem 24. Februar 2022 die F-35 Lightning II, die KC-135 Stratotanker und die EA-18G Growler der US-Marine unterstützt hat. Diese Flugzeuge sind beziehungsweise waren vorübergehend auf der Air Base stationiert, um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen, die kollektive Verteidigungsposition der NATO zu stärken und die Fähigkeiten zur Luftintegration mit den verbündeten Staaten und den Partnerländern weiter zu verbessern.

 

Dies fiel auch mit dem Einsatz der ständig auf dem Stützpunkt stationierten F-16 Fighting Falcons zusammen, die zwischen Februar und Mai 2022 für verstärkte Luftraumkontrolleinsätze entlang der NATO-Ostflanke nach Rumänien flogen und von Juni bis Juli 2022 bei NATO-Partnern in Portugal ein taktisches Training absolvierten. Hauck sagte, dass das 52. Jagdgeschwader auch in den kommenden Wochen zusätzliches Training für die F-16 der 480th Fighter Squadron organisieren wird, einschließlich Nachtflugoperationen. Das Jagdgeschwader wird jedoch den Flugbetrieb zwischen 22 Uhr und 6 Uhr morgens einschränken, sofern dies nicht zur Unterstützung laufender NATO-Operationen erforderlich ist. Darüber hinaus werde die 480. FS auch in Zukunft Operationen unterstützen, einschließlich möglicher weltweiter Einsätze im Einklang mit den Initiativen und Prioritäten der NATO und des US-Verteidigungsministeriums. Diese Flüge unterstreichen die Bedeutung der Air Base Spangdahlem als Zentrum für die Luftunterstützung in Europa. Dies wurde bestätigt, als der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, in Begleitung des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, und des US-Direktors der Air National Guard, General Michael Loh, die Air Base Spangdahlem besuchten, um sich aus erster Hand ein Bild von der Handhabung der F-35-Flugzeuge zu machen.

 

Vorkehrungen zur Reduzierung von Lärmbelastungen getroffen

 

Trotz der jüngsten, starken Zunahme der Nachtflüge zur Unterstützung alliierter Operationen hob Hauck den drastischen Rückgang der Flugzeugeinsätze auf dem Stützpunkt im Vergleich zu den jährlichen Einsätzen zwischen 2000 und 2015 hervor. Im Vergleich zu 2021 gebe es jedoch eine deutliche Veränderung; die Zahl der Einsätze, die in der ersten Hälfte dieses Jahres geflogen wurden, entspreche lt. Hauck fast der Gesamtzahl der Flüge im Jahr 2021. Hauck betonte, dass das Geschwader alle Vorkehrungen getroffen habe, um den Fluglärm zu reduzieren. Dazu gehörten längere Einsätze, Anflüge in großer Höhe und die Vermeidung von Landeanflügen über den Gemeinden Beilingen und Speicher, wann immer Wetter und Windrichtung es zuließen. Innovation war ein weiteres Thema der Veranstaltung. Hauck hob einige der jüngsten Innovationen der Air Base hervor, die derzeit für den weltweiten Betrieb umgesetzt werden sowie die bereits erreichten Verbesserungen von Prozessen und Anlagen. Zu diesen Innovationen gehöre das Projekt Arcwater, ein mobiles Solarpaneel-Zelt, das für die eigene Energie- und Trinkwassergewinnung bei Agile Combat Employment (ACE)-Einsätzen entwickelt und in Polen bei einem humanitären Einsatz erfolgreich eingesetzt wurde.

 

Innovation gebe es auch bei den F-16-Kampfjets der Spangdahlem AB in Form eines aufgerüsteten Active Electronically Scanned Array (AESA)-Radarsystems, das die Verteidigung der Air Base Spangdahlem erheblich verbessere. Angesichts der Tatsache, dass das Energiesparen in Deutschland derzeit ein landesweites Anliegen ist, werde in die Innovationsentwicklung zur Verringerung der Abhängigkeit vom Erdöl intensiviert. 2Um Anstrengungen zu unterstützen", sagte Hauck, "dass der Stützpunkt sich an der Reduzierung des Energieverbrauchs beim Heizen im Einklang mit den deutschen Kollegen beteiligt." Hauck betonte dabei auch die positive Zusammenarbeit der Air Base Spangdahlem mit den örtlichen Gemeinden bei der Genehmigung von Windkraft- und Solaranlagen und anderen Bauprojekten in der Nähe der Air Base. Im Jahr 2022 wurden lt. Hauck bisher 95 % aller Anträge von Gemeinden vom Stützpunkt genehmigt und an die Bundeswehrbehörden zur endgültigen Entscheidung weitergeleitet. Die einzigen Projekte, die von der Air Base nicht genehmigt wurden, waren solche, die Auswirkungen auf den Luftverkehr hatten. In diesen Fällen, so Hauck, wurden den Antragstellern jedoch auch Empfehlungen für Änderungen gegeben.

 

Weitere regionale Kooperationsmöglichkeiten geplant

 

Abschließend bedankte sich Hauck für alle Veranstaltungen, die in diesem Sommer in den Gemeinden und auf dem Stützpunkt unter Beteiligung von Gemeindevertretern stattgefunden haben, seit die COVID-Beschränkungen dies wieder zuließen. Eine dieser Interaktionen mit der Gemeinde wurde von der Schulleiterin der Spangdahlem High School, Dr. Anneliese Hyde, vorgestellt, die erklärte, dass Aktivitäten wie Einladungen zu Sportveranstaltungen auf der Base, Hospitationen von Lehrern und eine weitere Integration mit den örtlichen Schulen in Zukunft intensiviert werden sollen. Mit bevorstehenden Veranstaltungen wie dem Erntedankfest, dem Neujahrsempfang, dem 70-jährigen Jubiläum der Air Base Spangdahlem und der Veranstaltung "Explore the Eifel" sind weitere Interaktionen zwischen der Gemeinde und dem Stützpunkt zu erwarten. Das nächste Informationsforum ist im April 2023 geplant.

 

(sk)


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