Jan Kreller

"Klimafaire" Landesspiele

BITBURG/PRÜM/REGION. Special Olympics mit Sportlern aus der Eifel: Event soll klimaneutral stattfinden

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Prof. Dr. Peter Heck vom Umwelt-Campus in Birkenfeld stellt das Konzept der klimaneutralen Landesspielen von Special Olympics vor.

Prof. Dr. Peter Heck vom Umwelt-Campus in Birkenfeld stellt das Konzept der klimaneutralen Landesspielen von Special Olympics vor.

Foto: Wilfried Kootz

Als Alltagsbewegung mit einem ganzheitlichen Ansatz möchte Special Olympics Rheinland-Pfalz über den Sport hinaus gesellschaftliche Verantwortung übernehmen und sich nicht nur für eine inklusive Gesellschaft, sondern auch für eine lebenswerte Zukunft für Menschen mit und ohne Behinderung einsetzt. "Aus dieser Maßgabe heraus möchte sich der Verband gemeinsam mit der Ausrichterstadt Koblenz auf den Weg von "klimafairen" Landesspielen machen. Ziel ist es, die Special Olympics Landesspiele als Großsportveranstaltung so zu gestalten und durchzuführen, dass aus der Veranstaltung resultierende Treibhausgas-Emissionen vermieden, reduziert und ein Teil der verbleibenden Restemissionen mit geeigneten Maßnahmen vor Ort kompensiert werden. Zur wissenschaftlichen Begleitung konnte das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement der Hochschule Trier (IfaS) gewonnen werden", so Wilfried Kootz, Medienverantwortlicher der Landesspiele.

 

Das IfaS wird zunächst eine wissenschaftlich abgesicherte Ist-Bilanz zu den entstehenden Treibhausgas-Emissionen bei der Vorbereitung und Durchführung der Special-Olympics abbilden. Hierbei werden nach Möglichkeit sog. "Realdaten" verwendet, die von der Geschäftsführung der Special Olympics Rheinland-Pfalz aufgrund bisheriger Erfahrungen bzw. laufender Tätigkeiten bereitgestellt werden. Anschließend werden Maßnahmen und Ansätze für eine lokale Umsetzung der Klimaneutralität durch die Reduktion klimaschädlicher Emissionen in ausgewählten Handlungsfeldern sowie geeignete Maßnahmen zur lokalen Kompensation der verbleibenden Treibhausgasemissionen erarbeitet. Die Ist-Bilanz gibt hierbei Hinweise, in welchen Handlungsfeldern aufgrund hoher Anteile an den ermittelten Gesamtemissionen ein besonders dringender Handlungsbedarf besteht. Im darauffolgenden Maßnahmenkatalog wird zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen unterschieden. Basierend auf den im Projektverlauf gesammelten Erkenntnissen werden abschließend die Inhalte für einen Leitfaden zur Durchführung einer klimaneutralen Sportveranstaltung zusammengetragen. Dieser Leitfaden kann auch für andere Institutionen in Rheinland-Pfalz als Wegweiser zur Erreichung und Sicherstellung einer Klimaneutralität von Sportveranstaltungen genutzt werden.

 

Unterstützt wird die wissenschaftliche Arbeit durch das Ministerium des Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz.