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Nach dem Corona-Ausbruch im Seniorenheim in Prüm

Kreis Bitburg / Prüm. Drei Bewohner des Seniorenheims St. Elisabeth in Prüm sind in Folge einer Covid-19-Infektion verstorben. Es wird weiter getestet. Das Haus bleibt unter Quarantäne.

Die drei ersten positiven Coronafälle im St. Elisabeth Alten- und Pflegeheim waren am 5. Mai bei einem Schnelltest aufgefallen. Die in der Folge durchgeführten PCR-Tests bestätigten das Ergebnis. Daraufhin wurden alle 59 Bewohner und 63 Pflegekräfte getestet. Bis zum 12. Mai lagen alle Ergebnisse vor: Sieben Mitarbeiter und 16 Bewohner hatten sich bis dahin infiziert. Später wurde bei drei weiteren Bewohnern eine Infektion nachgewiesen. Vier Bewohner kamen ins Krankenhaus. Am Freitag vergangener Woche dann die traurige Nachricht, dass eine 82-jährige infizierte Person im Seniorenheim verstorben ist. »Die Impfung war bei der Person aufgrund ihrer Erkrankungen noch nicht erfolgt«, so Michael Förster, Geschäftsführer der Gesellschaft der Katharinenschwestern, Trägergesellschaft des Seniorenheims. Zwei 92-jährige Heimbewohner verstarben am vergangenen Samstag,  im Krankenhaus in Verbindung mit Corona. Sie hatten in dem einen Fall eine Erstimpfung, im zweiten Fall bereits die volle Impfung. Beide litten ebenfalls an schweren Vorerkrankungen.
Stand am Montag, 17. Mai: 14 Bewohner und sieben Mitarbeiter haben eine über PCR-Tests bestätigte Corona-Infektion. Drei weitere Bewohner werden mittels Schnelltests positiv getestet.

Drei Bewohner im Krankenhaus

Bei den meisten verliefen die Symptome mild, berichtet Michael Förster. »Aktuell haben wir drei Bewohner im Krankenhaus. Sie sind stabil.«
Die Kreisverwaltung teilte mit, dass das Gesundheitsamt am Mittwoch und Donnerstag, 19. und 20. Mai,  weitere Tests bei allen Bewohnern und Mitarbeitern des Altenheims in Prüm durchführen wird, um festzustellen, ob sich nach den Tests in der vergangenen Woche weitere Infektionen ergeben haben.
Im Seniorenheim sind alle vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen getroffen. »Die Bewohner verbleiben in ihren Zimmern beziehungsweise Bereichen«, erklärt Förster. Die Betroffenen seien separiert. Besucher dürfen zurzeit nicht ins Seniorenheim, aber es sei möglich, über die Balkons der Zimmer miteinander zu sprechen. »Es ist für alle traurig und belastend«, beschreibt Förster die Situation.

»Es steht ausreichend Personal zur Verfügung«

Um das ausgefallene Personal zu ersetzen, sind Kollegen frühzeitig aus dem Urlaub zurückgekehrt, Auszubildende aus dem Außeneinsatz wurden hinzugezogen und Mitarbeiter aus den zugehörigen Einrichtungen in Daun und Kelberg sind nach Prüm gewechselt. »Es steht ausreichend Personal zur Verfügung. Aber durch die zusätzlichen Schutzmaßnahmen ist das Arbeiten erschwert und anstrengend. Unsere Mitarbeiter machen es total gut.«
Nach Auskunft der Kreisverwaltung gilt für das gesamte Haus bis 30. Mai die Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamts. Nach weiteren Tests werde die Lage neu bewertet.  (bil)



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Kommentar von Eifelhexe
Es kommt in der letzten Zeit leider sehr häufig vor, dass nach Impfungen ein Coronaausbruch stattfindet.
Könnten Sie bitte in Prüm mal folgende Hintergründe recherchieren:
Wie viele hatte 1 bzw. 2 Impfungen, wie hoch war der CT-Wert beim PCR-Test, wie viele hatten Symptome? Wenn die Leute so schlimme Vorerkrankungen hatten, warum wurden sie trotzdem noch geimpft?
Es wurde kürzlich mehrfach der Verdacht geäußert, dass die Impfungen resistente Varianten hervorbringen könnte:
https://uncutnews.ch/wissenschaftler-warnen-vor-auffrischungsimpfungen-es-werden-neue-varianten-von-covid-erzeugt/
Beunruhigend ist auch ein Artikel aus der angesehenen Fachzeitschrift "The Lancet". Dort wird der NNV (number needed to vaccine) ausgewiesen, also wie viele Menschen geimpft werden müssen, um eine (!) Infektion zu verhindern. Der Wert schwankt je nach Produkt zwischen 78 und 119.
https://www.thelancet.com/journals/lanmic/article/PIIS2666-5247(21)00069-0/fulltext
Kommentar von Redaktion
Sehr geehrter Leser,

zur Erläuterung: Von den Verstorbenen war eine Person nicht geimpft, eine Person einmal, die dritte Person hatte die zweite Impfung. Dass nicht alle Bewohner geimpft sind, liegt nach Erläuterung von Geschäftsführer Michael Förster u.a. daran, dass Bewohner neu eingezogen sind.

Ihr Wochenspiegel-Team
Kommentar von Ureifler
jetzt lese ich den Artikel schon zum dritten mal und, ich habe nicht verstanden, wie viele der Bewohner bzw. der Angestellten die ersten und wie viele den vollen Impfschutz haben.
"Daraufhin wurden alle 59 Bewohner und 63 Pflegekräfte getestet."
Der Test ergab, 16 Bewohnen waren infiziert.
Wer war geimpft und wieso waren nicht alle Bewohner geimpft?
Für Lob und "wir haben alles ganz toll gemacht" ist hier kein Platz