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Ein Eifeler bildet Talente für Bundesligist Hoffenheim aus

Michael Irsfeld macht inzwischen in Südbaden Talente fit

Schönecken. Einst wirbelte er über die Fußballplätze der Eifel, zog im offensiven, zentralen Mittelfeld die Fäden bei seinem Stammverein SV Burg Schönecken und unter anderem auch beim damaligen SV Prüm. Inzwischen ist Michael Irsfeld ein Talentförderer in Südbaden – und bildet junge Kicker für Bundesligist TSG Hoffenheim aus.

Die Faszination Fußball lebt Michael Irsfeld mindestens genauso wie einst als Aktiver. Der 44-Jährige gibt seinen Erfahrungsschatz aus seiner Zeit als Verbands- und Oberligaspieler beim SV Prüm nun an Kinder und Jugendliche weiter.  Vor rund vier Jahren gründete er die Fußballschule Renchtal, die ihren Sitz in Oberkirch unweit von Offenburg hat. Seitdem bietet Irsfeld mit seinem Trainerteam Camps in der Region Oberrhein/Schwarzwald an. »Es macht Riesenspaß. Wir haben teilweise über 100 Teilnehmer. Die jungen Fußballer ein Stück weit besser zu machen und die Freude an der schönsten Nebensache der Welt fördern, ist unser Ziel«, betont Irsfeld, der selbst vierfacher Familienvater ist. Im Jahre 2009 ging es in die Nähe der Heimat seiner Frau Evelyn. Der Umzug in den Oberkircher Stadtteil Nußbach rund zehn Kilometer nordöstlich  von Offenburg kam auch aus beruflichen Gründen zustande: Als Abteilungsdirektor einer Luxemburger Bank war und ist er sowieso zum Großteil in  Baden-Württemberg unterwegs, gibt vor Ort Sparkassen-Mitarbeitern Schulungen und bietet Kunden Vorträge an.

Unter Kartz aktiv

Besonders stolz ist Irsfeld, der Anfang der neunziger Jahre in Prüm unter Trainer Werner Kartz zum Stammspieler avancierte, auf die Kooperation mit dem Bundesligisten TSG Hoffenheim. »2013 wurde die TSG auf meine Fußballschule aufmerksam. Sie waren begeistert vom Konzept und boten an, dass wir offiziell zusammen arbeiten«, berichtet der Wahl-Badener. Seitdem gibt es  regelmäßig Fortbildungen von Irsfelds Trainerteam, zu dem einige regionale Fußballgrößen zählen.    Teilnehmer der Camps wiederum haben auch schon das Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim und die Bundesliga-Arena in Sinsheim besucht. Zudem ergibt sich immer mal wieder die Gelegenheit für den einen oder anderen talentierten Kicker aus dem Raum Offenburg, im 120 Kilometer entfernten Hoffenheim zum Probetraining vorzuspielen...
»Die Kinder werden hier hervorragend sportlich und pädagogisch betreut, auf und neben dem Platz, sodass sie ihrem Können entsprechend optimal gefördert werden und sich somit bestmöglich entwickeln«, lobt Dominik Drobisch, Leiter des Kinderzentrum der TSG, das Niveau in Irsfelds Fußballschule.

In der Oberliga

Mit den Aktivitäten rund um die Fußballschule Renchtal gibt sich »Irsi«, wie ihn die Mitspieler einst in Schönecken und Prüm, aber auch bei seinen weiteren hiesigen Stationen in Wittlich und Bitburg nur riefen, alleine nicht zufrieden: Bis Ende Juni war er knapp zwei Jahre lang als Co-Trainer beim SV Oberachern engagiert. Auf Platz sieben schnitt das Team in der abgelaufenen Saison in der Oberliga Baden-Württemberg ab.
»Mein Schwerpunkt im Training war die Offensive. Unterm Strich hatten wir die drittmeisten Tore erzielt. Das konnte sich sehen lassen«, blickt er zufrieden zurück. Im südbadischen Vereinspokal wäre ums Haar der große Wurf geglückt. Bis ins Finale hatte sich Oberachern vorgekämpft, unterlag aber im Finale, das am 28. Mai live in einer ARD-Konferenzschaltung gezeigt wurde, mit 3:5 gegen den FC 08 Villingen. Im Nachhinein schmerzt diese Pleite umso mehr, schließlich bekam der Cupsieger inzwischen für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde keinen geringeren als das Bundesliga-Topteam FC Schalke 04 zugelost...
Regelmäßig selbst aktiv war Irsfeld bis 2012 noch in seinem Wohnort Nußbach in der Kreisliga. Ein Comeback  gab es gegen Ende der Saison 2014/15, als er beim SV Oberachern II in seinem ersten Einsatz am vorletzten Spieltag den Siegtreffer erzielte und so mithalf, den Meistertitel in der Kreisliga B zu sichern.   
Zu seinem Heimatverein SV Burg Schönecken hält Irsfeld besonders über Betreuer Uwe Mühlen und seinen besten Kumpel Johann Reifers noch Kontakt. »Wenn sie in der vergangenen Saison in die Relegation gekommen wären, hätte ich vielleicht nochmal ausgeholfen«, verrät Irsfeld mit einem Augenzwinkern. Ab und an ist er noch in der alten Heimat, verfolgt ansonsten die Geschehnisse auf den Fußballplätzen in der Eifel-Mosel-Hunsrück-Region aufmerksam via Internet.

Jetzt in Offenburg

In seiner Wahlheimat geht er zur kommenden Saison eine  neue Aufgabe an, indem er die U12 des Offenburger FV übernimmt: »Das ist der beste Ausbildungsverein zwischen Freiburg und Karlsruhe. Besonders reizvoll ist die Sache auch deshalb, weil dort ausschließlich gescoutete Spieler aktiv sind und der Klub mit dem SC Freiburg kooperiert. Von deren Seite wurden sie auch auf mich aufmerksam gemacht.«
Und seine Ziele für die weitere Zukunft? »Beruflich und familiär sind mir ja irgendwo gewisse Grenzen gesetzt. Auf jeden Fall möchte ich aber durch Hospitationen bei Bundesligisten noch weiterkommen und eine ältere Jugend oder Senioren in einer Oberliga selbst trainieren. AA

Eine ausführliche Vorstellung von Michael Irsfelds Fußballschule gibt es im Internet unter der Adresse www.fussballschule-renchtal.de

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