Aufregende Wochen für Ingo Pfennings

33-Jähriger will Bürgermeister in Schleiden werden

Schleiden. Die Aussicht von der Terrasse ist traumhaft, das Auge schweift über Bad Münstereifel. Dennoch könnte aus dem Stadt- bald ein Schlossblick werden. Denn Ingo Pfennings möchte Bürgermeister der Stadt Schleiden werden.

Warum stellt sich ein Mann am 4. November zur Wahl für das Bürgermeisteramt in Schleiden, der nicht nur familiär, sondern auch politisch in der Kurstadt verwurzelt ist? Dort bekleidet er den Vorsitz des Stadtmarketingvereins, ist Stadtverordneter und zudem Kreisvorsitzender der Jungen Union. Ingo Pfennings lächelt: »Wer würde nicht dort leben und arbeiten wollen, wo andere gerne Urlaub machen«, lautet die spontane Antwort.

Gefragt hat ihn übrigens der Schleidener CDU-Vorsitzende Jochen Kupp. Mit dem hatte sich Pfennings schon vor einem halben Jahr am Rande eines Termins locker über das Thema unterhalten, aber nicht mit konkreten Folgen gerechnet. Das hat sich grundlegend geändert: Die CDU hat den 33-Jährigen mit großer Mehrheit nominiert und sowohl Grüne als auch UWV haben ihn ebenfalls zu ihrem Bürgermeisterkandidaten gemacht. Zeit, sich über Themen zu unterhalten, die Ingo Pfennings als möglicher Bürgermeister angehen will. »Die Stadtverwaltung in Schleiden ist aus Sicht eines Externen sehr gut aufgestellt«, lobt er. Da bleibe ihm Spielraum, seine beruflichen Erfahrungen einfließen zu lassen und neue Wege zu gehen. »Der Tourismus spielt in der Stadt eine herausragende Rolle«, so der Kandidat. Mit dem vorbildlichen Wandernetz tue man da bereits viel Gutes, müsse dieses aber noch breiter vermarkten.

Wandern und naturnahes Campen seien Themen, die auch bei der jungen Generation großen Anklang finden. Zudem kenne »Vogelsang oder den Nationalpark Eifel jeder, daneben muss aber auch die Stadt Schleiden als eigenständige Marke wahrgenommen werden.« Es gelte dabei gezielt die Stärken von Schleiden, Gemünd und den Ortschaften einzusetzen.

Leerstände im Stadtgebiet nutzen

»Bildung darf nicht nur in Ballungszentren stattfinden. Wir müssen sehen, dass die Schulen und Kindergärten auf dem neuesten Stand bleiben, wir gute Initiativen wie den FH Standort erhalten und wenn möglich ausbauen«, nennt Pfennings als einen weiteren Schwerpunkt. Vergessen werden dürften aber auch nicht die älteren Bürger, die gerne ihren Lebensabend in ihren eigenen vier Wänden verbringen möchten – und das auch in strukturell schlecht erschlossenen Ortslagen. Auch hier gelte es Konzepte zu entwickeln und Lösungen zu finden. Neue Unternehmen könne man gewinnen, wenn man Leerstände im Stadtgebiet nutze und sie etwa Gründern preiswert zur Verfügung stelle. Gleiches könne er sich auch in Bezug auf junge Familien vorstellen, die man beim Erwerb leerstehenden Wohnraums unterstützen und damit als neue Bürger gewinnen könne.

Eine neue junge Familie könnte »Pfennings« auf dem Türschild stehen haben. »Im Fall einer erfolgreichen Wahl werden wir ins Schleidener Stadtgebiet ziehen«, so Ingo Pfennings. Eine standesamtliche Hochzeit könnte bis dahin auch noch anstehen - geplant war diese ursprünglich für 2019 - auf jeden Fall aber die Geburt des ersten Kindes. »Ende des Jahres werden wir Nachwuchs bekommen«, freut sich das Paar. Für Dorina Hager wäre ein anschließender Umzug kein Problem. Sie selbst sei im Grünen aufgewachsen und kenne »Ingo und seine Leidenschaft für die Politik ja seit langem.« Daher werde sie ihn nach Kräften unterstützen »und freue sich auf die neuen Herausforderungen« - und das im doppelten Sinne ...

Zur Person

  • Ingo Pfennings wurde am 11. Oktober 1984 geboren und absolvierte am St. Angela Gymnasium in Bad Münstereifel sein Abitur. 
  • Beruflich ist er als Projekt- und Vertriebsleiter bei PUSCH.COM, einer Agentur für Veranstaltungen, Marketing und Kommunikation, tätig. 
  • Zuvor war er unter anderem wissenschaftlicher Referent der CDU-Europaabgeordneten Sabine Verheyen und Mitarbeiter des Reservistenverbandes. 
  • Zu seinen Hobbys zählt er neben der Kommunalpolitik Sport. So kickt er als Fußballer bei der SG Eintracht Eifel.

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