Nikolas Leube

War ein Baustrahler Auslöser des Großbrands in Bollendorf-Weilerbach?

Bollendorf-Weilerbach. Die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt zur Brandursache. Ein vergessener Baustrahler eines Mieters könnte das Feuer im Handwerkerzentrum ausgelöst haben. Die Beseitigung der Asbest-Rückstände dauert an.

Bild: Canva Pro Symbolbild

Die Ermittlungen zur Ursache des Großbrands vom 13. Mai in Bollendorf-Weilerbach laufen weiter. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Trier besteht inzwischen der Verdacht, dass ein Mieter eines Werkstattraums das Feuer verursacht haben könnte. Gegen den Mann wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung und der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

Baustrahler blieb offenbar eingeschaltet

Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll der Mieter privat an einem Fahrzeug gearbeitet haben. Zur Beleuchtung hatte er demnach einen Baustrahler unter das Auto gelegt.

Als er den Werkstattraum vorübergehend verließ, soll er vergessen haben, den Strahler auszuschalten. "Der Baustrahler dürfte mit einiger Wahrscheinlichkeit den Brand verursacht haben", teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen von der Staatsanwaltschaft Trier auf Anfrage des WochenSpiegel mit.

Mehrere Menschen erlitten Rauchgasvergiftungen

Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Grund dafür ist, dass bei dem Feuer mehrere Menschen Rauchgasvergiftungen erlitten hatten.

Abgeschlossen sind die Ermittlungen noch nicht. Ein von der Versicherung beauftragtes Gutachten zur Brandursache steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft Trier ebenfalls noch aus.

Asbest-Rückstände beschäftigen Behörden weiter

Der Großbrand hatte auch wegen freigesetzter Asbest-Rückstände Folgen. Erst am 27. Mai und damit zwei Wochen nach dem Feuer warnte der Eifelkreis die Anwohner vor möglichen Gesundheitsgefahren. Die Frage, wer für deren Beseitigung zuständig ist und welche Maßnahmen notwendig sind, hatte in den Wochen nach dem Brand zu Auseinandersetzungen zwischen beteiligten Behörden geführt (wir berichteten).

Nach mehreren Abstimmungen wurde sich auf ein gemeinsames Vorgehen verständigt. Die Arbeiten auf den betroffenen Flächen wurden daraufhin aufgenommen. Die Beseitigung gefährlicher Rückstände des Großbrandes dauert an und beschäftigt die zuständigen Stellen weiter.