Julia Borsch

Warum saubere Wanderschuhe Feuersalamander in der Eifel schützen können

Südeifel. Ein tödlicher Hautpilz bedroht Feuersalamander. Im Naturpark Südeifel wurde er bisher nicht nachgewiesen. Wie Wanderer helfen können, eine potenzielle Ausbreitung zu verhindern.

Der Feuersalamander kommt auch im Naturpark Südeifel vor. Ein für das Tier gefährlicher Hautpilz bedroht jedoch den Bestand.

Der Feuersalamander kommt auch im Naturpark Südeifel vor. Ein für das Tier gefährlicher Hautpilz bedroht jedoch den Bestand.

Bild: Symbolfoto CanvaPro

Der Feuersalamander ist mit seiner schwarz-gelben Färbung kaum zu übersehen. Auch im Naturpark Südeifel wird die 15 bis 20 Zentimeter große Lurchart immer wieder gesichtet. Quellen und Bäche in den waldreichen Gebieten bieten den Tieren geeignete Lebensräume.

Doch seit 2010 breitet sich in Westeuropa der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans, kurz Bsal, aus. Er wurde vermutlich durch den Handel mit asiatischen Amphibien eingeschleppt und inzwischen auch in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern nachgewiesen.

Für Menschen stellt der Hautpilz nach Angaben deutscher Behörden keine Gefahr dar.


Hautpilz kann Feuersalamander innerhalb weniger Tage töten

Nach einer Infektion breitet sich der Pilz auf der Haut der Tiere aus und schädigt deren lebenswichtige Funktion. Feuersalamander können dadurch innerhalb weniger Tage sterben. Auch Molche können von Bsal befallen werden.

In den Niederlanden, Belgien und Teilen der Eifel wurden bereits starke Rückgänge der Feuersalamanderbestände und Massensterben beobachtet. Die Sporen des Pilzes können zudem über Wochen und Monate im Boden überdauern und mit Schlamm über größere Entfernungen transportiert werden.

Um festzustellen, ob auch Bestände im Naturpark Südeifel betroffen sind, hat die Universität Trier im Auftrag des Naturparks in den Jahren 2025 und 2026 ein Monitoring der heimischen Schwanzlurche durchgeführt. Das Ergebnis: Aktuell wurde bei der Population im Naturpark Südeifel kein Bsal-Befall festgestellt.


Wanderer können die Ausbreitung verhindern

Damit der Hautpilz nicht in bislang nicht betroffene Gebiete eingeschleppt wird, spielt auch das Verhalten von Wanderern eine Rolle. Nach Angaben des Naturparks Südeifel erfolgt die Verbreitung der Pilzsporen vor allem durch den Menschen.

Nach einer Wanderung sollte deshalb das Schuhwerk gründlich von Erde und Schlamm gereinigt und anschließend desinfiziert werden. So lässt sich das Risiko verringern, Sporen des Hautpilzes von einem Gebiet in ein anderes zu tragen.