Tamara Monreal
von unseren Lesern

Jugend baut Zukunft: Wenn aus Ideen digitale und reale Modelle werden

LAN-Party mal anders: Im Gemeindehaus entstanden digitale Ideen für die Zukunft des Dorfes.

LAN-Party mal anders: Im Gemeindehaus entstanden digitale Ideen für die Zukunft des Dorfes.

Bild: Tamara Monreal

Wie soll die Ortsgemeinde Hönningen in Zukunft aussehen? Dieser Frage gingen Jugendliche in den vergangenen Monaten im Projekt „Jugend baut Zukunft“ nach. Die Idee entstand bei gemeinsamen Treffen, bei denen die Jugendlichen über die Nutzung des Jugendraums, ihre Wünsche für den Ort und Möglichkeiten der eigenen Beteiligung an der Ortsentwicklung diskutierten. Dabei entstanden erste konkrete Vorstellungen: Welche Bereiche im Ort könnten neu gestaltet werden? Was fehlt? Und wie könnten Plätze und Angebote künftig aussehen? Gemeinsam betrachteten die Jugendlichen unter anderem auch das bestehende Dorfentwicklungskonzept. Um ihre Ideen sichtbar zu machen, nutzten sie anschließend das Computerspiel Minecraft. Ausgewählte Bereiche der Ortsgemeinde wurden digital nachgebaut. In einer eigens eingerichteten Minecraft-Welt konnten die Jugendlichen ihre Entwürfe entwickeln, verändern und gemeinsam diskutieren. Das Computerspiel wurde damit zum Werkzeug für kreative Beteiligung und Planung. Doch die Ideen sollten nicht auf dem Bildschirm bleiben. Ein zentraler Bestandteil des Projektes war deshalb der Einstieg in den 3D-Druck. In einem mehrtägigen Workshop mit Michael Auster von MichasFabLab bauten die Jugendlichen gemeinsam einen 3D-Drucker auf und lernten erste Schritte in CAD. In weiteren Workshops erhielten auch Erwachsene eine Einführung in 3D-Druck und CAD. So verband das Projekt Jugendbeteiligung, Dorfentwicklung und digitale Bildung mit ganz praktischen Erfahrungen. Die Jugendlichen konnten eigene Ideen entwickeln und umsetzen und dabei zugleich neue technische und kreative Fähigkeiten erwerben. Unterstützt wurde das Projekt durch den LEADER-Jugendfonds sowie das Quartiersprojekt der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe. Der angeschaffte 3D-Drucker verbleibt dauerhaft im Gemeindehaus und steht nach entsprechender Einweisung künftig interessierten Bürgerinnen und Bürgern für eigene kleinere Projekte zur Verfügung.