Großeinsatz in Holzerath: Brand in Dachdeckerbetrieb greift auf Wohnhaus über
Am Samstag, 28. März, um kurz nach Mitternacht kam es in der Römerstraße in Holzerath zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz gekommen. In einem Dachdeckerbetrieb brach ein Brand aus, der sich rasch ausbreitete. Die Feuerwehr wurde zunächst mit dem Einsatzstichwort „Wohnungsbrand mit Menschenrettung“ alarmiert.
Feuer breitet sich von Halle auf Wohnhaus aus
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte es in einer Werkstatt- und Lagerhalle, die sich unter einem Wohnhaus befand. Nach Angaben der Feuerwehr geriet zunächst ein Öllager in Brand. Das Feuer griff anschließend auf einen in der Halle abgestellten LKW über. Durch die hohe Brandlast entwickelte sich schnell ein Vollbrand, der schließlich auch auf das darüberliegende Wohngebäude übergriff.
Bewohner bringen sich in Sicherheit
Die Bewohner konnten sich größtenteils selbst in Sicherheit bringen. Eine Person wurde von der Feuerwehr mithilfe eines Hubladers aus dem Gebäude gerettet. Insgesamt wurden sechs Personen vom Rettungsdienst untersucht und betreut, blieben jedoch unverletzt.
Aufwendige Löscharbeiten über Stunden
Die Löscharbeiten waren aufwendig und zogen sich über mehrere Stunden hin. Zahlreiche Atemschutzgeräteträger kamen zum Einsatz, weshalb fortlaufend weitere Feuerwehren nachalarmiert wurden. Zur Unterstützung richtete das Deutsche Rote Kreuz mit mehreren Ortsvereinen eine Verpflegungs- und Aufwärmstelle für die Einsatzkräfte ein. Mehrere Gerätewagen Atemschutz wurden eingesetzt.
Glutnester in Zwischendecken erschweren Einsatz
Aufgrund der Bauweise des Gebäudes kam es immer wieder zu Brandausbrüchen in den Zwischendecken. Um alle Glutnester ablöschen zu können, mussten in stundenlanger Arbeit Teile der Decken geöffnet und entfernt werden.
Straßen zeitweise gesperrt
Die Ortsdurchfahrt sowie die L146 waren zeitweise vollständig gesperrt. Über 120 Einsatzkräfte waren im Einsatz, der auch gegen 9:30 Uhr am Morgen noch andauerte.
Viele Einsatzkräfte aus der Region beteiligt
Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei nach ersten Schätzungen auf mindestens 500.000 Euro beziffert.
Im Einsatz waren Kräfte der FEZ, der Führungsstaffel, der Atemschutzwerkstatt sowie die Wehrleitung der VG Ruwer und der stellvertretende BKI. Zudem waren Feuerwehren aus den Verbandsgemeinden Hermeskeil (Beuren, Gusenburg, Reinsfeld) und Ruwer (Holzerath, Morscheid, Kasel, Schöndorf, Waldrach) beteiligt. Unterstützung kam von der Berufsfeuerwehr Trier mit einem Gerätewagen Atemschutz sowie vom Landkreis Trier-Saarburg.
Ebenfalls vor Ort waren der Rettungsdienst aus Pluwig, ein Notarzt aus Hermeskeil, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL), mehrere SEG-Einheiten des DRK aus Konz, Saarburg, Schweich und dem Hochwald, die Polizei Hermeskeil, der Energieversorger sowie der Landesbetrieb Mobilität (LBM).
Text: Florian Blaes
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