

Bei einer groß angelegten Waldbrandübung im Landkreis Birkenfeld haben Feuerwehrkräfte den Einsatz bei einem Vegetationsbrand unter realistischen Bedingungen trainiert. Daran beteiligten sich rund 200 Einsatzkräfte aus den Landkreisen Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Trier-Saarburg und Vulkaneifel sowie aus der Stadt Trier. Ziel war es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten zu stärken und Abläufe für den Ernstfall zu verbessern.
Vor Beginn der Übung absolvierten die Einsatzkräfte eine vorbereitende Ausbildung. Sie diente dazu, die Teilnehmer gezielt auf die realitätsnahen Bedingungen vorzubereiten und die Zusammenarbeit der verschiedenen Einheiten weiter zu stärken.
Auch Feuerwehrkräfte aus dem Landkreis Vulkaneifel beteiligten sich mit Personal und Technik an der Übung. Im Mittelpunkt standen die koordinierte Brandbekämpfung in unwegsamem Gelände, die Wasserförderung über lange Wegstrecken, die Führungsorganisation bei Großschadenslagen sowie die überörtliche Zusammenarbeit. Gerade bei großflächigen Wald- und Vegetationsbränden ist ein abgestimmtes Vorgehen aller beteiligten Einheiten entscheidend.
"Vegetationsbrände gehören zu den anspruchsvollsten Einsatzlagen für die Feuerwehren. Sie erfordern eine spezielle Einsatztaktik, leistungsfähige Technik und vor allem das reibungslose Zusammenspiel vieler Einheiten. Übungen unter realistischen Bedingungen sind deshalb unverzichtbar. Sie schaffen Routine, stärken die Zusammenarbeit und geben unseren Einsatzkräften die Sicherheit, im Ernstfall schnell und effektiv handeln zu können", sagt Markus Keppler, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Landkreises Vulkaneifel.
Wie wichtig eine realitätsnahe Ausbildung ist, zeigte sich laut Kreisverwaltung vergangene Woche beim Waldbrand am Rotenfels bei Traisen im Landkreis Bad Kreuznach. Dort unterstützten auch Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus dem Landkreis Vulkaneifel im Rahmen der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfungseinheit NORD des Landes Rheinland-Pfalz die Löscharbeiten. Der Einsatz verdeutlichte die Bedeutung der überörtlichen Zusammenarbeit sowie abgestimmter Führungsstrukturen und spezialisierter Einsatzkräfte.
Mit Blick auf zunehmende Trockenperioden und steigende Waldbrandgefahren wird die Vorbereitung auf Vegetationsbrände weiter an Bedeutung gewinnen. Die Erfahrungen aus Übungen und realen Einsätzen sollen kontinuierlich in die Ausbildung einfließen und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren stärken.
Landrätin Julia Gieseking dankte allen Feuerwehrangehörigen, den Helfern des Deutschen Roten Kreuzes, den Ausbilderinnen und Ausbildern sowie den Organisatoren für ihren Einsatz. Regelmäßige Ausbildung und Übungen seien eine wichtige Grundlage, um die Bevölkerung auch bei großen Einsatzlagen wirksam schützen zu können.



