Kai Brückner

Starke Leistung: 10.000 Mahlzeiten für Einsatzkräfte verteilt

Kreis Bad Kreuznach. Nach 170 Stunden hat das Deutsche Rote Kreuz heute seinen Einsatz rund um den Waldbrand bei Traisen beendet. Während des siebentägigen Verpflegungseinsatzes wurde rund 10.000 Mahlzeiten ausgegeben.
DRK Essensausgabe

Beim Waldbrand auf dem Rotenfels verpflegte das DRK-Team in Spitzenzeiten täglich bis zu 700 Einsatzkräfte mit Essen und Trinken.

Bild: Philipp Köhler

Die Ehrenamtlichen des DRK Bad Kreuznach sicherten die Verpflegung für (in Spitzenzeiten) bis zu 700 Einsatzkräfte und stellten zudem zeitweise eine Transportkomponente aus Rettungswagen und Krankenwagen bereit.


Der Einsatz beim großen Waldbrand am Rotenfels war für die Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler einer der längsten und größten Verpflegungseinsätze seit der Flut im Ahrtal. „In den vergangenen sieben Tagen hat die DRK-Verpflegungsgruppe zehntausend Mahlzeiten zubereitet und im Einsatzgebiet bereitgestellt. Hinzu kamen 2.500 Kisten Getränke und eine halbe Tonne Obst sowie einige tausend Snacks. So etwas gelingt nur mit einem engagierten Team und guter Zusammenarbeit im Roten Kreuz", fasst DRK-Einsatzleiter Chris Snehotta die Fakten zusammen.

 

Endgültig abschließen können die Rotkreuzler den Einsatz wohl erst Mitte nächster Woche. „Ein Einsatz dieser Dimension braucht natürlich eine entsprechende Nachbereitung, denn nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz. Wir müssen unsere Vorräte auffüllen, die Fahrzeuge aufbereiten und die Küchentechnik wieder einsatzbereit machen. Spülen und Aufräumen gehört natürlich ebenfalls dazu“, weiß DRK-Kreisbereitschaftsleiterin Dominique Oehler aus Erfahrung. Insgesamt waren an dem einwöchigen Einsatz fast 50 ehrenamtliche Rotkreuzlerinnen und Rotkreuzler beteiligt. Darunter mehrere Feldköche, Verpflegungshelfer, Sanitäter und und Zug- und Gruppenführer als Führungskräfte. Auch das Kriseninterventionsteam unterstützte Betroffene.


Schnelle und unkomplizierte überregionale Unterstützung


Der umfangreiche Einsatz konnte dabei nur dank der engen Zusammenarbeit innerhalb des Roten Kreuzes bewältigt werden. Neben den Einsatzkräften und dem Material des DRK-Kreisverbandes Bad Kreuznach unterstützten auch Helferinnen und Helfer sowie Ausstattung des DRK-Kreisverbandes Alzey und des DRK-Kreisverbandes Ahrweiler die Verpflegungs- und Logistikmaßnahmen. Darüber hinaus stellte die Landesverstärkung des DRK-Landesverbandes Rheinland-Pfalz unbürokratisch und innerhalb kürzester Zeit zwei Ford Ranger sowie einen 26-Tonnen-Wechsellader Logistik zur Verfügung. Die schnelle und unkomplizierte überregionale Unterstützung trug maßgeblich dazu bei, die Versorgung der Einsatzkräfte über den gesamten Einsatzzeitraum zuverlässig sicherzustellen.


Schon zieht das Führungsteam des Roten Kreuzes in Bad Kreuznach ein positives Fazit: "Einsätze dieser Dauer und Größe sind glücklicherweise eher selten. Sie bieten uns aber die Chance, viel daraus zu lernen und neue Impulse für die Zukunft zu setzen. Wir haben schon jetzt einige Ideen, wie wir die Verpflegungskomponente des DRK in den Bereichen Ausstattung und Einsatzkonzept noch weiter optimieren können, damit wir auch bei kleineren Einsätzen effektiver handeln können“, so DRK-Sprecher Philipp Köhler.