Kai Brückner

Brand auf Rotenfels – Feuerwehrmann verletzt

Die seit mehreren Tagen andauernde Brand-Bekämpfung auf einem mit Munition belasteten Gelände auf dem Rotenfels an der Nahe wird fortgesetzt. Im Verlauf des Einsatzes verletzte sich gestern ein Feuerwehrangehöriger. Er wurde zur weiteren Betreuung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Bekämpug des großen Brandes auf dem Rotenfels geht weiter.

Video: Patrick Henke

Zur Art und Schwere der Verletzung und zum aktuellen Gesundheitszustand des Mannes machte die Einsatzleitung keine weiteren Angaben.
 
Spezialkräfte von „@fire“ mit im Einsatz
 
Die Bekämpfung des Brandes geht unvermindert weiter. Im Bereich des Waldorfkindergartens Bad Kreuznach und des Funkturms wurden zur Sicherheit Glutnester bekämpft, auch wenn dieser Bereich noch gesperrt ist. Zur Bekämpfung der schwer zugänglichen und durch Munitionsreste belasteten Flächen kam unter anderem ein ferngesteuerter Löschroboter zum Einsatz, um die betroffenen Bereiche kontrolliert herunter zu kühlen. Spezialkräfte der Brandbekämpfungsorganisation „@fire“ unterstützten die eingesetzten Einheiten in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung. In Bereichen, in denen keine Gefährdung durch die Munition besteht, löschten sie unter hohem körperlichen Einsatz Glutnester.
Die Lage im Einsatzgebiet des Waldbrandes bei Traisen hat sich im Vergleich insgesamt weiter stabilisiert. Dennoch dauert der Einsatz an. Es befinden sich weiterhin Glutnester im Gelände, und teils sind an mehreren Stellen offene Flammen aufgetreten. Der Zeitpunkt der endgültigen Löschung ist derzeit nicht absehbar. In jenen Bereichen, in denen ein sicheres Arbeiten möglich ist, werden durch den Brand geschädigte Bäume entfernt und Glutnester abgelöscht. Nach Einschätzung der Einsatzleitung bleiben Wind und hohe Temperaturen ein entscheidender Faktor, da sie vorhandene Glutnester wieder aufflammen lassen können. Ziel aktuell ist es, in alle vom Brand betroffenen Areale vordringen zu können, sobald in Abstimmung mit dem Kampfmittelräumdienst für die Einsatzkräfte keine erhöhte Gefährdung mehr besteht.
Die Sicherung der Fläche und der Schutz der Einsatzkräfte stehen für die Einsatzleitung im Vordergrund. Die Versorgung der Einsatzkräfte ist sichergestellt. So werden zum Beispiel Verpflegung und Getränke durch die Hilfsorganisationen bereitgestellt, die Kraftstoffversorgung erfolgt durch das Technische Hilfswerk (THW). Eingesetzte Kräfte werden im Rahmen des Einsatzes regelmäßig abgelöst. Der Einsatz dauert an.
 
Evakuierung beendet - erste Bilanz positiv
 
Der Verwaltungsstab der Kreisverwaltung zog jetzt nach dem Ende der Evakuierung von Traisen eine erste Bilanz. Die Infotelefone der Kreisverwaltung mit zwei Rufnummern waren seit Samstagabend rund um die Uhr mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung besetzt und wurden im Verlauf der Evakuierung von rund 150 Personen genutzt, um sich über Unterbringung und Unterstützung zu informieren. Darüber hinaus gingen zahlreiche Hilfsangebote von Hotels, Eigentümern von Ferienwohnungen sowie Privatpersonen ein, die Menschen und Tiere aufnehmen wollten. Der Leiter des Verwaltungsstabs Dominic Schoßig betont: „Wir freuen uns über die große Hilfsbereitschaft innerhalb der Bevölkerung." Die Kreisverwaltung Bad Kreuznach hatte zudem rund 200 evakuierte Personen aus Traisen mit einem Shuttleservice zu ihren Häusern gebracht, damit diese aus dringenden Gründen – etwa um Medikamente zu holen oder Tiere zu versorgen – kurz zurückkehren konnten. Die Bewohner zeigten sich nach Schilderung der Fahrer trotz der belastenden Situation verständnisvoll und dankbar. Der Verwaltungsstab hat mit Blick auf das Ende der Evakuierung sein Personal bereits reduziert.