

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreibt im Rhein-Hunsrück-Kreis mit den nach dem Gesetz zuständigen kommunalen Gebietskörperschaften die sogenannten »Helfer vor Ort« (HvO)-Gruppen. Diese sind gut ausgebildet als Sanitäter, Rettungssanitäter, Notfallsanitäter oder Krankenschwestern und mit einem Notfallrucksack ausgerüstet. Sie verstärken die Notfallversorgung in der Region. Was als Pilotprojekt begann, ist heute ein flächendeckendes System und eine starke Stütze der medizinischen Erstversorgung.
Es sind oft die entscheidenden Minuten vor dem Eintreffen des Rettungswagens, in denen die HvO-Kräfte auch den Unterschied zwischen Leben und Tod machen. »Ob lebensbedrohliche Schnittverletzung oder Reanimation bei Kreislaufstillstand – die mittlerweile knapp 200 Freiwilligen sind in 38 HvO-Gruppen im Kreis organisiert und zur Stelle, wenn jede Sekunde zählt«, sagt DRK-Kreisbereitschaftsleiter Heinz-Dieter Wieß.
Die HvO-Kräfte stehen im Falle eines Notrufs bereit – Tag und Nacht, bei Wind und Wetter, an Feiertagen wie am Wochenende. »Unser tiefster Dank gilt diesen engagierten Frauen und Männern, die unzählige Stunden ihrer Freizeit opfern und ihr Privatleben hintenanstellen, um für ihre Mitmenschen da zu sein«, betont Wieß. »Dafür gebührt ihnen großen Respekt.«
Hinter diesem unermüdlichen Einsatz steckt höchste Professionalität. In intensiven Fachlehrgängen qualifizieren sich die Ehrenamtlichen oder bringen notwendigen Fachkenntnisse aus ihrem Beruf mit. »Rund 80 Stunden Ausbildung werden in der Regel absoviert«, sagt Wieß. »Ausgerüstet mit gut ausgestatten Sanitätsrucksäcken und Einsatzjacken mit dem Roten Kreuz - die vom DRK gestellt werden - sind sie gut erkennbar und bringen als ‚Helfer vor Ort‘ fachliche Kompetenz und Ruhe zum Patienten.«
1 200 Alarmierungen wurden im Jahr 2025 verzeichnet. Die Bilanz des Jahres spricht für sich, findet Wieß. Mit durchschnittlich mehr als drei Alarmierungen pro Tag wurden die Helfer im gesamten Landkreis bereits zur Hilfe gerufen. Möglich macht dies auch modernste Technik. Sobald die Leitstelle einen Rettungswagen zu einem Notfall entsendet, springt zeitgleich eine spezielle App auf den Smartphones der örtlichen Helfer an. Dieser digitale und zeitliche Vorsprung rettet Leben – jeden Tag.
Damit dieses lebenswichtige Netz weiterwachsen kann, sucht das DRK weiterhin engagierte Verstärkung. »Wer bereit ist, Verantwortung für seine Nachbarschaft zu übernehmen und Teil dieser starken Gemeinschaft werden möchte, ist herzlich willkommen«, erklärt Heinz-Dieter Wieß. »Wir suchen Menschen mit Herz, die nicht nur zusehen, sondern im Ernstfall entschlossen handeln. Interessierte erhalten beim Kreisverband alle Informationen zur Ausbildung und Ausrüstung für den Dienst als »Helfer vor Ort«.
Kontakt: Tel. 06761 / 95950 oder E-Mail: HvO@rhk.drk.de.



