Andreas Bender

Update Brand Kastellaun: Bewohnerin in Untersuchungshaft 

Kastellaun. Versuchtes Tötungsdelikt? Die Ermittlungen begründen den Verdacht, dass der Brand in der Goethestraße vorsätzlich von der Bewohnerin gelegt worden sein könnte, teilt die Polizei mit.

Bild: Christoph Wendling

Am Nachmittag des 3. März kam es zum Brand eines Einfamilienhauses in der Goethestraße in Kastellaun (siehe Artikel: https://www.wochenspiegellive.de/rhein-hunsrueck-kreis/artikel/brand-in-kastellaun-passanten-retten-bewohner).

 

Die beiden Hausbewohner, eine 65-jährige Frau sowie deren 83-jähriger Lebensgefährte wurden aufgrund von Rauchgasvergiftungen in verschiedene Kliniken verbracht. Der Zustand der männlichen Person ist nach wie vor als kritisch zu bezeichnen. Am Gebäude entstand ein Schaden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro.

 

Die von der Kriminaldirektion geführten Ermittlungen begründen den Verdacht, dass der Brand vorsätzlich von der Bewohnerin des Anwesens gelegt worden sein könnte. Aufgrund dessen werden die Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung sowie eines versuchten Tötungsdelikt geführt. Die Tatverdächtige wurde noch am 4. März beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bad Kreuznach vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete. Sie wurde in eine Justizvollzugsanstalt verbracht. Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass bis zu einem abschließenden und rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung gilt.

 

Die beiden 32- und 57-jährigen Erstretter, die eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten und vorsorglich in ein Krankenhaus verbracht wurden, konnten dieses mittlerweile wieder verlassen.