Nico Lautwein

Frühe Tore entscheiden: Eintracht Trier gewinnt Traditionsduell gegen Kickers Offenbach

Trier. Die Moselstädter gewinnen das Traditionsduell gegen die Kickers aus Offenbach mit 2:1. Frühe Tore sorgen für den Heimsieg, der Abstand zu den Abstiegsrängen wächst damit weiter.

Bild: Eintracht Trier / Hans Krämer

Eintracht-Trier hat am 31. Spieltag der Regionalliga Südwest gegen Kickers Offenbach mit 2:1 gewonnen. Noah Herber besorgte bereits in der fünften Minute per Traumtor die Führung, Sven König legte keine zehn Minuten später nach (14.). Den Gästen gelang im zweiten Durchgang nur noch der Ehrentreffer (60.).

Durch den Heimsieg vergrößern die Moselstädter den Abstand zu den Gästen aus Hessen auf vier Punkte und dürfen angesichts von nur drei Zählern Rückstand auf Rang 8 sogar noch einmal in der Tabelle nach oben schielen.

Intensives Traditionsduell

Wenn zwei Traditionsvereine wie Eintracht-Trier und die Kickers aus Offenbach aufeinandertreffen, dann brennt immer die Luft – unabhängig davon, wo beide Teams sich in der Tabelle befinden.

Wenn beide Mannschaften vor einer Partie aber unmittelbare Tabellennachbarn sind (Eintracht-Trier als 13., die Offenbacher auf Platz 14) und nur einen Punkt auseinanderliegen, dann möchte sich aber erst recht keiner die Butter vom Brot nehmen lassen.

Traumstart vor heimischem Publikum

Der SVE, beflügelt durch den emotional herausfordernden Last-Minute-Auswärtserfolg beim FC 08 Homburg unter der Woche, begann das Spiel ganz im Sinne der vielen blau-schwarz-weißen Fans im weiten Rund des Moselstadions: mit einem Traumtor.

Noah Herber kam nach einer Ecke von Jannis Held im Rückraum an den Ball und donnerte das Leder per Dropkick unhaltbar in den rechten Knick (5.). Ein Treffer aus der Kategorie sehr sehenswert.

Der OFC fand angesichts des druckvollen Beginns der Hausherren zunächst nicht ins Spiel. Eintracht-Trier blieb hingegen auch nach der Führung griffig und spielte weiter munter nach vorne. Für die Belohnung sorgte dann Sven König, der aus der Drehung von der Strafraumgrenze abzog und sehenswert ins linke untere Eck einnetzen konnte (14.).

Beinahe hätten die Moselstädter zehn Minuten später sogar ein drittes Tor nachgelegt, Oliver Laux scheiterte mit seinem guten Abschluss aus zentraler Position aber knapp an der Unterkante der Offenbacher Torlatte (25.). In der Folge ließen es die Gastgeber dann etwas ruhiger angehen, sodass es zur Pause beim 2:0 blieb.

Offenbach kommt zurück ins Spiel

Wie schon gegen den FC Homburg unter der Woche gelang es der Eintracht auch diesmal nicht, den Schwung aus der ersten Hälfte mit in den zweiten Durchgang zu nehmen.

Wieder hieß das: Die Gäste bekamen mehr Raum und kamen auch entsprechend zu ersten Torgelegenheiten. Nach einer Stunde gelang Jona Borsum per Bogenlampe über SVE-Keeper Radomir Novakovic der Anschlusstreffer (60.).

Kurz vor dem Ende hatte der OFC sogar noch die Chance auf den Ausgleich, als aber weder Keanu Staude noch Davide Santoro an Radomir Novakovic vorbeikamen (80.).

Und so stemmte sich die Klasen-Elf in der Schlussphase mit aller Macht gegen die Angriffsbemühungen der Gäste und verteidigte das 2:1 letztlich verdient bis zum Abpfiff.

Blick auf die Tabelle

Durch den zweiten Sieg in Folge vergrößert Eintracht-Trier den Abstand auf die unteren Tabellenränge weiter. Der Klassenerhalt rückt damit auch rechnerisch immer näher.

Gleichzeitig beträgt der Rückstand auf das obere Tabellenmittelfeld nur noch drei Punkte. Die Eintracht rangiert mit nun 43 Zählern auf Rang 13, der Tabellenachte Barockstadt Fulda hat 46 Punkte auf dem Konto.

Folglich könnten die Blau-Schwarz-Weißen mit einem Heimsieg gegen Hessen Kassel am kommenden Sonntag in der Tabelle noch einmal nach oben klettern. Anstoß im Trierer Moselstadion ist um 14 Uhr.

Aufstellungen und Daten

Eintracht-Trier: Novakovic – Held (64. Rahn), Laux, Spang, Wrusch (84. Mitakidis) – Herber, Wähling (70. Schuster) – König, Tekerci (70. Sossah), Lohei – Marceta (64. Sausen)

Kickers Offenbach: Brinkies – Moreno-Giesel, Knothe, Krljenec, Arh Cesen, Marcos (83. Doganay) – Karada, Borsum, Loune – Berlinski (57. Staude), Mustafa (57. Skolik)

Tore: 1:0 Herber (5.), 2:0 König (14.), 2:1 Borsum (60.)

Zuschauer: 3.495

Schiedsrichter: Niklas Diehm

Quelle: SVE