

Das originalgetreu nachgebaute Handelsschiff „Bissula“ war über zweieinhalb Jahre auf verschiedenen Gewässern im Einsatz. Am Montag wurde es an der Mosel bei der Staustufe Trier aus dem Wasser gehoben und mithilfe von Kränen auf einen Schwertransporter verladen.
Nächtlicher Transport quer durch die Stadt
Am späten Montagabend begann die letzte Etappe: Der Transport führte ab etwa 22 Uhr quer durch Trier – vom Industriegebiet Zewen über die Luxemburger Straße, die Konrad-Adenauer-Brücke und das Barbaraufer bis hin zur Südallee und weiter zur Universität. Damit endete ein bedeutender Abschnitt in der Geschichte des Schiffes.
Außergewöhnliches Bild in der Nacht
Der nächtliche Transport bot ein außergewöhnliches Bild: ein großes Schiff mitten auf den Straßen der Stadt. Begleitet von Polizei, Fachkräften und Universitätsangehörigen bewegte sich der Transport nur langsam vorwärts, besonders an engen und schwierigen Stellen wie Brückenübergängen oder schmalen Straßenabschnitten.
Ankunft an der Universität Trier
Nach rund eineinhalb Stunden erreichte die „Bissula“ gegen Mitternacht ihr Ziel an der Universität Trier – schneller als geplant. Das etwa 16 Meter lange Schiff wurde zuvor bereits für Forschungszwecke eingesetzt, unter anderem bei Messfahrten im Mittelmeer.
Einsatz für Forschung geht weiter
Gebaut wurde es zwischen 2017 und 2019 in Trier von Studierenden und Handwerkern nach historischen Vorbildern. Künftig soll die „Bissula“ nach ihrer Instandsetzung erneut für wissenschaftliche Projekte an der Universität genutzt werden.
Text: Florian Blaes



