Nico Lautwein

Offensivstark, defensiv anfällig: Gladiators Trier verlieren in Vechta

Trier/Vechta. Trotz starker Offensive verlieren die Moselstädter auswärts mit 97:123 in Vechta. Bester Werfer ist Jordan Roland mit 28 Punkten.
Jordan Roland mit der Nummer 15 bei den Moselstädtern.

Jordan Roland mit der Nummer 15 bei den Moselstädtern.

Bild: Simon Engelbert

Bei RASTA Vechta konnte Gladiators-Headcoach Jacques Schneider wieder auf seine volle Kaderstärke zurückgreifen und Nolan Adekunle zurück im Roster begrüßen. Als Starting Five schickte Schneider erneut Clayton Guillozet, Jordan Roland, George King, Marco Hollersbacher und Marten Linßen auf das Parkett.

RASTA erwischte den deutlich besseren Start und zeigte an beiden Enden des Feldes viel Aufmerksamkeit. Defensiv nahm man den Gladiatoren das Tempo weg und offensiv sorgten präzise Penetrations immer wieder für viel Platz und große Lücken in der Trierer Defensive. So gerieten die Römerstädter schnell in Rückstand und zur Mitte des ersten Viertels zeigte die Anzeigetafel bereits ein 9:20 aus Trierer Sicht.

Eine weiterhin zu langsam rotierende Defensive der Gladiatoren ließ den Vorsprung weiter wachsen und dank einer herausragenden Dreierquote führte Vechta bei drei Minuten Restspielzeit mit 12:30. Erst in den letzten Minuten des ersten Spielabschnitts stabilisierte sich die Trierer Defensive und sorgte für bessere Transition und höheres Tempo. Zwei schnelle Dreier von Steven Ashworth verkürzten letztlich auf 24:34, bevor es mit 24:36 in die erste Viertelpause ging.

Starke Phase vor der Halbzeit

Im zweiten Viertel blieben die Vechtaer ihrer Linie treu und attackierten konsequent den Korb. Vor allem Alonzo Verge stellte die Trierer Defensive weiterhin vor große Probleme, doch näherten sich die zuvor sehr starken Wurfquoten von RASTA langsam ihren Normalwerten an.

So gelang es den Trierern, defensiv wieder besser in Tritt zu kommen und selbst Ballgewinne zu generieren sowie den Rebound zu kontrollieren. Dazu lief der Ball nun deutlich besser offensiv und Jordan Roland stellte mit einem starken Dreier auf 35:43 (13. Spielminute), was die Gladiatoren wieder in Schlagdistanz brachte.

Weiterhin blieb der Fokus der Gäste nun hoch und man fand immer besser in den offensiven Rhythmus. Maik Zirbes fand dann mit einem starken Pass den völlig freistehenden Steven Ashworth, der für Drei traf und auf 51:51 (17.) stellte.

Maik Zirbes und Urald King sorgten anschließend für die knappe Halbzeitführung der Moselstädter von 57:55.

Spiel kippt im dritten Viertel

Nach dem Seitenwechsel blieb es bei einem offensiven Schlagabtausch und die Wurfquoten blieben beidseitig hoch. Trier überzeugte durch Teambasketball und gute Wurfauswahl, während Vechta weiter den Weg zum Korb suchte.

Zur Mitte des dritten Viertels führten die Gladiatoren noch mit 78:70 (26.), ehe das Spiel kippte. Vechta nutzte eine Phase mit nachlassender Trierer Konzentration konsequent aus und glich zunächst aus (78:78, 28.).

Ein Dreier von Tommy Kuhse mit der Schlusssirene brachte die Gastgeber schließlich mit 88:81 in Führung.

Deutliche Niederlage im Schlussviertel

Auch im letzten Viertel blieb RASTA dominant und ließ die Gladiatoren nicht mehr zurück ins Spiel finden. Mit starker Defensive und effizienter Offensive bauten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter aus.

Die Trierer fanden offensiv kaum noch Lösungen, sodass sich die Partie deutlich entwickelte. Am Ende steht eine 97:123-Auswärtsniederlage.

Positiv aus Trierer Sicht war der Kurzeinsatz von Nolan Adekunle, der nach überstandener Verletzung in den Kader zurückkehrte.

Zahlen und Stimmen

Die Viertel: 24:36 | 33:19 | 24:33 | 16:35
Zuschauerzahl: 3.140

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators):
„Glückwunsch an RASTA Vechta! Hier war heute eine sehr gute Stimmung, die die Mannschaft sicherlich sehr getragen hat. Im 3. Viertel hatten wir uns einen guten Vorsprung erarbeitet und hatten auch mehr Kontrolle über das Spiel gewonnen. Aber so ist Basketball, es ist ein Spiel von Läufen. Und ich denke, heute wurde das auf die Spitze getrieben. Uns ist hinten raus zum einen der Fokus ein Stück weit verloren gegangen und zu anderen auch die Energie. Auswärts ist es sowieso immer schwerer als Zuhause. Da hätten wir in manchen Situationen besser treffen müssen. In der 2. Halbzeit hätten wir auch definitiv cleverere Entscheidungen treffen können. Aber wir lernen aus diesem Spiel und werden im nächsten dann definitiv besser auftreten.“

Für Trier spielten: Steven Ashworth (14 Punkte), Clay Guillozet (4), Behnam Yakhchali (5), Marco Hollersbacher (11), Marten Linßen (3), Jordan Roland (28), Urald King (2), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (0), JJ Mann (3), Maik Zirbes (14) und George King (13).

Beste Werfer RASTA Vechta: Tevin Brown (21 Punkte), Tommy Kuhse (20), Alonzo Verge und TJ Bamba (jeweils 17).

Quelle: Gladiators Trier