

Am Samstagnachmittag gegen 16.15 Uhr meldeten mehrere Zeugen der Polizei eine Person, die mit einem Messer in der Trierer Fußgängerzone unterwegs war und Passanten ansprach. Nach Angaben der Polizei gingen zahlreiche Notrufe ein.
Wenige Minuten später trafen Einsatzkräfte den Mann in der Moselstraße an. Dabei setzte mindestens ein Polizeibeamter die Schusswaffe ein. Der Mann wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei bestand keine Lebensgefahr. Der Bereich Fußgängerzone zwischen dem Kaufhof und dem ehemaligen Karstadt und der Moselstraße wurde zeitweise abgesperrt, die Polizei war mit starken Kräften im Einsatz.
Identität des Verletzten geklärt
Der durch den polizeilichen Schusswaffengebrauch verletzte Mann konnte in der Nacht zu Sonntag zweifelsfrei identifiziert werden. Es handelt sich um einen 34-jährigen Deutschen aus Trier. Er befindet sich weiterhin in medizinischer Behandlung in einer Trierer Klinik, sein Zustand ist stabil.
Ermittlungen laufen weiter
Weitere Auskünfte zum Sachverhalt sind derzeit nicht möglich. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die den Mann in der Fußgängerzone gesehen oder den Polizeieinsatz beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0651 983-43390 bei der Polizei zu melden. Für Video- und Fotoaufnahmen des Geschehens hat die Polizei ein Hinweisportal geschaltet: https://rlp.hinweisportal.de.
Stellungnahme des Oberbürgermeisters
Der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe dankte den Einsatzkräften von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr für ihr schnelles Eingreifen. Zugleich verwies er darauf, dass die Hintergründe des Vorfalls noch nicht bekannt seien und Spekulationen zu unterlassen seien. Die Aufklärung liege bei Polizei und Justiz.
"Was ich allerdings sehr genau weiß ist, dass es für alle Triererinnen und Trierer, die die Amokfahrt vom 1. Dezember 2020 erlebt und erlitten haben, immer wieder schlimme Erinnerungen sind, die bei solchen Großeinsätzen mit viel Blaulicht in der Stadt lebendig werden. Zugleich bin ich aber sehr froh, dass am Samstag die Polizei und die Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr so unglaublich schnell am Einsatzort waren. Das zeigt doch: Wir können uns in Trier auf Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr verlassen. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte."



