

Im ausverkauften Moselstadion hat Eintracht Trier sich zum Rheinlandpokalsieger 2026 gekürt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Klasen setzte sich am Samstag mit 1:0 gegen TuS Koblenz durch und sicherte sich damit gleichzeitig die Qualifikation für die erste Runde des DFB-Pokals. Den entscheidenden Treffer erzielte Noah Herber in der 83. Minute.
Trinkpause und frühe Verletzung bei der Eintracht
Bei sommerlichen Temperaturen von 29 Grad entwickelte sich zunächst eine intensive, aber chancenarme Partie. Schon früh musste die Eintracht verletzungsbedingt wechseln: In der 14. Minute kam Noah Herber für Lukas Laux ins Spiel.
Aufgrund der großen Hitze gab es Mitte der ersten Halbzeit eine Trinkpause. Besonders die Zuschauer in den unüberdachten Blöcken D und E litten unter der Sonne und wurden zwischenzeitlich mit zwei Wasserstrahlern abgekühlt.
Zähe erste Halbzeit bei großer Hitze
Sportlich bot die erste Hälfte nur wenige Höhepunkte. Beide Mannschaften taten sich schwer, klare Torchancen herauszuspielen, sodass es mit einem torlosen 0:0 in die Pause ging.
Nach der Pause wird das Finale deutlich intensiver
Nach dem Seitenwechsel nahm die Begegnung deutlich mehr Fahrt auf. Beide Teams kamen zu gefährlicheren Abschlüssen, ehe sich das Momentum zunehmend auf die Seite der Trierer verlagerte. Die Eintracht wurde dominanter und drängte Koblenz immer stärker in die Defensive.
Marceta vergibt die große Chance für Trier
Eine große Gelegenheit zur Führung vergab Damjan Marceta in der 71. Minute. Kurz darauf reagierte Thomas Klasen mit einem Dreifachwechsel: Frederik Rahn ersetzte Jannis Held, Dominik Kinscher kam für Christopher Wähling und Tim Sausen übernahm für Marceta. Auch Koblenz wechselte und brachte Luka Hirninger für Daniel Von der Bracke.
Die Schängel konnten offensiv kaum noch Akzente setzen, während der SVE weiter Druck machte.
Herber trifft spät zum umjubelten Siegtreffer
In der 83. Minute fiel schließlich die Entscheidung: Noah Herber traf zum 1:0 und sorgte für großen Jubel im Moselstadion.
In der Schlussphase brachte Koblenz noch Tim Thielen für Denys Vyrych. Auf Trierer Seite wurde Torschütze Herber in der 90. Minute unter Applaus ausgewechselt, Mirko Schuster kam ins Spiel.
Hektische Schlussphase mit zwei Roten Karten
Die Partie endete hektisch: In der Nachspielzeit sah Koblenz-Spieler Damir Grgic nach einem groben Foulspiel die Rote Karte (90.+6). Kurz darauf kam es zu einer Rudelbildung, in deren Folge auch Koblenz-Trainer Michael Stahl die Rote Karte erhielt.
Trier beendet zehnjährige Wartezeit auf den Titel
Mit dem Finalsieg beendet Eintracht Trier eine lange Wartezeit: Zuletzt hatten die Moselstädter den Rheinlandpokal vor zehn Jahren gewonnen. Nun darf sich die Eintracht nicht nur über den Titel, sondern auch auf die DFB-Pokal Teilnahme freuen.



