

Bisher war der mit Schotter bedeckte Paulusplatz zwischen Pauluskirche und dem Campus Gestaltung der Hochschule im Sommer ein echter Hitzehotspot. Die nach weniger als neun Monaten fertiggestellte Umgestaltung, bei der Bäume gepflanzt und innovative Bewässerungssysteme installiert wurden, soll dies künftig ändern.
Mehr Schatten und bessere Aufenthaltsqualität
„Trier ist eine der heißesten Städte in Deutschland. Deshalb ist es hier ein zentrales Ziel, solche Plätze klima-fit zu machen“, sagte Baudezernent Thilo Becker in seiner Rede zur Einweihung des Platzes in der vergangenen Woche.
Mehr Schatten und mehr Sitzgelegenheiten entsprechen auch den Bedürfnissen der Studierenden des am Platz gelegenen Campus Gestaltung der Hochschule Trier, erläuterte Hochschulpräsidentin Professor Dorit Schumann: „Durch die Begrünung des Platzes hat dieser eine gesteigerte Aufenthaltsqualität erhalten. In unserer Strategie ‚Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Gesundheit‘ stehen die Studierenden im Mittelpunkt, und das tun sie auch hier. So können sie diese Fläche pünktlich zum Sommersemester genießen.“
„Die Aufwertung des Platzes schafft für unsere Studierenden einen deutlich attraktiveren Raum zum Lernen und Austausch“, so Dekan Professor Matthias Sieveke. „Zugleich stärkt er als zentraler Ort die Verbindung zwischen Hochschule, Stadtgesellschaft und kulturellem Leben.“
Anpassung an den Klimawandel
Das Pilotprojekt berücksichtigt zudem auch die Bedürfnisse der Bäume. So wurden Arten ausgewählt, die sich den veränderten klimatischen Bedingungen und den Belastungen einer städtischen Umgebung besser anpassen können.
Digitale Bewässerung als Innovation
Die eigentliche Innovation des Projekts liegt laut Becker jedoch in der Digitalisierung: Neben Feuchtigkeitssensoren rund um die Wurzeln der Bäume, die den nächsten Bewässerungszeitpunkt bestimmen können, kommt hier erstmals auch ein automatisches Bewässerungssystem zum Einsatz.
Wenn der Boden durch die Sensoren als zu trocken erachtet wird, wird dieser automatisch bewässert. Becker erläuterte weiter: „Auch auf das Schwammstadt-Prinzip wurde hier stark geachtet. Die ganzen Baumquartiere sind als Tiefpunkte ausgelegt, sodass das Wasser aus dem Umfeld in Richtung der Bäume fließen kann, wo es gut aufgenommen werden kann.“
Zudem kann der Platz bei Starkregen als Rückstaufläche fungieren, um die Kanalisation zu entlasten.
Förderung durch das Land
Das Projekt wurde durch das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation (KIPKI) des Landes gefördert. Die Kosten von 160.000 Euro wurden daher vom Land getragen.
Michael Hauer, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes, lobte die Zusammenarbeit von Land und Kommune: „Als jemand, der seit über 20 Jahren mit seiner Familie hier in Trier lebt, bin ich besonders stolz, dass das Geld, das wir als Ministerium treuhänderisch verwalten, von der Stadt in die Umsetzung gebracht und verbaut wurde und hier wirklich tolle Verwendung gefunden hat.“
Quelle: Stadt Trier



