Claudia Neumann

VRT erhöht Ticketpreise ab 2027: Einzelticket kostet künftig 2,70 Euro

Trier/Region. Fahrpreise steigen um bis zu 30 Cent – zugleich werden die Preisstufen von zehn auf acht reduziert
Gemeinsam für die Zukunft des Nahverkehrs in der Region: VRT-Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf (2.v.l.) gratuliert Julia Gieseking (3.v.l.) zu ihrer Wahl als neue stellvertretende Verbandsvorsteherin des VRT. Auch die VRT-Geschäftsführenden Marcel Schillen (l.) und Barbara Schwarz (r.) und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Gemeinsam für die Zukunft des Nahverkehrs in der Region: VRT-Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf (2.v.l.) gratuliert Julia Gieseking (3.v.l.) zu ihrer Wahl als neue stellvertretende Verbandsvorsteherin des VRT. Auch die VRT-Geschäftsführenden Marcel Schillen (l.) und Barbara Schwarz (r.) und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit.

Bild: Foto: VRT

Ab Januar 2027 müssen Fahrgäste im Verkehrsverbund Region Trier (VRT) mehr für ihre Tickets bezahlen. Ein Einzelticket der Preisstufe 1 kostet dann 2,70 statt 2,60 Euro. Je nach Preisstufe steigt der Preis um 10 bis 30 Cent. Gleichzeitig vereinfacht der VRT sein Tarifsystem.

Einzelticket kostet künftig 2,70 Euro

Die Verbandsversammlung des VRT hat am Mittwoch, 9. September, eine rund dreiprozentige Tarifanpassung zum Januar 2027 beschlossen. In Preisstufe 2 steigt der Fahrpreis ebenfalls um 10 Cent. In den Preisstufen 3 bis 5 werden jeweils 20 Cent mehr fällig, in den Preisstufen 6 und 7 jeweils 30 Cent.

Zugleich werden die bisher zehn Preisstufen auf acht reduziert. In der neuen höchsten Preisstufe 8 können Fahrgäste künftig verbundweit unterwegs sein. Weite Strecken, beispielsweise zwischen Trier und Gerolstein, sollen durch die Anpassung günstiger werden.

Hintergrund der Tarifanpassung sind nach Angaben des VRT weiterhin gestiegene Betriebs-, Energie- und Personalkosten. Barbara Schwarz erklärt: „Die Entscheidung zur Tarifanpassung ist uns nicht leichtgefallen. Gleichzeitig stehen die Unternehmen im VRT weiterhin vor deutlichen Kostensteigerungen. Mit der Anpassung der Ticketpreise sichern wir auch künftig ein verlässliches und attraktives Angebot für unsere Fahrgäste.“

Der Preis für das vom Bund festgesetzte Deutschlandticket steht voraussichtlich Ende September fest.

Deutschlandticket Jobticket wird leichter zugänglich

Auch beim Deutschlandticket Jobticket gibt es eine Änderung. Unternehmen können das Angebot beim VRT künftig bereits dann nutzen, wenn sich eine einzige Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter dafür interessiert. Damit soll das vergünstigte Deutschlandticket Jobticket insbesondere für kleinere Betriebe leichter zugänglich werden.

Julia Gieseking wird stellvertretende Verbandsvorsteherin

Die Verbandsversammlung hat außerdem die Landrätin des Vulkaneifelkreises, Julia Gieseking, zur neuen stellvertretenden Verbandsvorsteherin gewählt.

Verbandsvorsteher Stefan Metzdorf gratulierte Gieseking und sagte: „Julia Gieseking kennt die Herausforderungen und Chancen des öffentlichen Nahverkehrs aus ihrer täglichen Arbeit im Landkreis Vulkaneifel gut. Ich freue mich auf die weitere enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit für eine starke Mobilität in unserer Region.“

Neue Vergabe der Busnetze steht an

Die Verbandsversammlung befasste sich zudem mit der wirtschaftlichen Entwicklung der regionalen Busnetze. Obwohl das Angebot seit 2022 um viele neue Busnetze erweitert wurde, sind die Kosten für die Kommunen bis 2024 auf gleichem Niveau geblieben.

Mit Blick auf die anstehende Neuvergabe der ersten Busnetze stellte der VRT die weiteren Schritte vor. Für das Linienbündel Östliche Vulkaneifel, zu dem insbesondere die (Ruf)Bus-Linien zwischen Daun und Kelberg gehören, soll der nächste Verkehrsvertrag ab Dezember 2028 gelten.

Mit dem Beschluss zur Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union wird das neue Vergabeverfahren eingeleitet. Unternehmen, die das Angebot eigenwirtschaftlich erbringen möchten, haben anschließend drei Monate Zeit, einen entsprechenden Antrag bei der Genehmigungsbehörde zu stellen.

Marcel Schillen, ebenfalls Geschäftsführer des VRT, erklärt: „Mit dem Beschluss zur Veröffentlichung der Vorabbekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union leiten wir das neue Vergabeverfahren ein. Unternehmen, die das Angebot eigenwirtschaftlich erbringen möchten, haben dann drei Monate Zeit, einen entsprechenden Antrag bei der Genehmigungsbehörde zu stellen.“

Sofern kein eigenwirtschaftlicher Antrag eingeht, soll die Ausschreibung zeitnah nach Ablauf der Frist erfolgen. Dadurch soll dem Verkehrsunternehmen, das im Rahmen der wettbewerblichen Vergabe den Zuschlag erhält, möglichst viel Vorlaufzeit unter anderem für die Fahrzeugbeschaffung bleiben.