

Trotz hochsommerlicher Temperaturen haben die 34. Waldjugendspiele am Forstamt Trier-Quint Ende Juni erneut zahlreiche Kinder für den Lebensraum Wald begeistert. Mehr als 600 Drittklässlerinnen und Drittklässler aus der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg nahmen an der traditionsreichen Umweltbildungsveranstaltung teil.
Ursprünglich hatten sich 29 Schulen mit mehr als 940 Kindern angemeldet. Aufgrund der anhaltenden Hitze sagten einige Schulen ihre Teilnahme kurzfristig ab. Dennoch konnten die Waldjugendspiele erfolgreich durchgeführt werden.
Wald sorgte für angenehme Temperaturen
Gerade bei den hohen Außentemperaturen zeigte sich ein besonderer Vorteil des Waldes: Während außerhalb Temperaturen von bis zu 36 Grad Celsius gemessen wurden, war es im Meulenwald rund sechs Grad kühler. Die Bäume sorgten zudem für angenehmere Bedingungen auf dem gesamten Parcours.
Zu den Ehrengästen gehörte die rheinland-pfälzische Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten. Gemeinsam mit weiteren Gästen besichtigte sie die verschiedenen Lern- und Erlebnisstationen der Waldjugendspiele.
Umweltbildung mit Spaß verbinden
Begleitet wurde die Besuchergruppe von Forstdirektor Gundolf Bartmann, Leiter des Forstamtes Trier. Er hob besonders das Engagement des Biologie-Leistungskurses des Stefan-Andres-Gymnasiums Schweich hervor. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler unterstützten die Veranstaltung erneut als Betreuer und Helfer.
„Bei den Waldjugendspielen stehen die Kinder als künftige Schützer des Waldes im Mittelpunkt“, betonte Bartmann. Neben der Wissensvermittlung sorgten Bewegungs- und Wasserspiele für Abwechslung. „Da gibt es im Wald viel Spaß und positive Energie, eine besondere Motivation ist nicht erforderlich“, erklärte Veranstaltungsleiter Hieronymus Pauli.
Wälder als wichtige Klimaschützer
Landesweit nahmen in diesem Jahr rund 13.000 Drittklässlerinnen und Drittklässler an den Waldjugendspielen an insgesamt 31 Standorten teil. Staatssekretärin Brixius bezeichnete das Interesse an der Veranstaltung als ausgesprochen groß und verwies zugleich auf die Herausforderungen des Klimawandels. Die Folgen seien inzwischen deutlich sichtbar: „Der Wald leidet sichtbar.“
Umso wichtiger sei es, Kinder frühzeitig für den Schutz der Wälder zu sensibilisieren. Brixius dankte den Waldbesitzern, den Forstleuten, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie dem Team des Forstamtes Trier für ihr Engagement.
Rund 130 Veranstaltungen im Jahr
Das Forstamt Trier organisiert nach eigenen Angaben jährlich rund 130 Veranstaltungen rund um den Wald. Ziel ist es, Menschen aller Altersgruppen für die Bedeutung des Waldes und den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.



