

Im Trierer Stadtgebiet hat sich 2025 die Zahl der genehmigten neuen Wohngebäude im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, von 30 auf 69 Genehmigungen (plus 130 Prozent). Das geht aus einer neuen Erhebung des Statistischen Landesamts hervor. Die Zahl der genehmigten Wohneinheiten in Neubauten hat sich von 203 auf 719 mehr als verdreifacht (plus 254 Prozent).
Damit erreicht die älteste Stadt Deutschlands den höchsten Wert unter den kreisfreien Städten in Rheinland-Pfalz: In Ludwigshafen waren es im vergangenen Jahr 490, in Mainz 414, in Koblenz 164 und in Kaiserslautern 120. Auch bezogen auf die Einwohnerzahl ergibt sich in Trier eine hohe Genehmigungsdichte von 68,9 Wohneinheiten pro 10.000 Einwohner, deutlich vor Worms (56), Landau (39,2) und Ludwigshafen (27,6).
Leibe: „Wohnraum wird dringend benötigt“
Oberbürgermeister Wolfram Leibe freut sich über die positive Entwicklung im vergangenen Jahr: „In Trier wird neuer, vor allem bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt. Dass so viele Baugenehmigungen angefragt und genehmigt wurden, zeigt, dass die Stadt nach wie vor ein guter und attraktiver Standort für Investoren ist. Sehr viel neuer Wohnraum entsteht in Trier-West – eine Entwicklung, die gut ist für die Menschen und die Infrastruktur in dem lange vernachlässigten Stadtteil.“
Größere Trierer Wohnbauvorhaben, die 2025 genehmigt wurden, gab es im Burgunderviertel (150 Einheiten), Feyen-Castelnau II (162 Wohneinheiten) und in der Werner-Siemens-Straße in Trier-West (sozial geförderte Gebäude mit 153 Einheiten).
Mehr Genehmigungen auch landesweit
In Rheinland-Pfalz insgesamt stieg nach spürbaren Rückgängen in den Vorjahren die Zahl der Genehmigungen um 22 Prozent auf 3718. Die damit genehmigten Wohneinheiten stiegen auf 9856 an, ein Plus von 23,1 Prozent gegenüber 2024. Die durchschnittliche Fläche je Wohnung erhöhte sich von 101,9 auf 104,0 Quadratmeter (plus zwei Prozent). Die veranschlagten Baukosten stiegen von 2469 auf 2616 Euro pro Quadratmeter (plus sechs Prozent).
In der Bundesrepublik Deutschland insgesamt betrug der Anstieg 2025 nach Angaben des Statistischen Bundesamts nur 10,8 Prozent. Erfasst sind dabei sowohl Neubauwohnungen als auch durch Umbau bestehender Gebäude entstandene Angebote.
Quelle: Stadt Trier




