

Das Hohe Venn steht in Flammen. Das Feuer im Hohen Venn hat inzwischen eine Fläche von fast 3000 Hektar zerstört. Was am Freitag, 14. August, gegen 13 Uhr als kleiner Brand begann, hat sich zu einer Katastrophe entwickelt, die das einzigartige Moorgebiet zwischen Eupen und Malmedy in bislang nicht dagewesenem Ausmaß bedroht.
Auch wenn Wind und Regen die Situation verbessert haben ist am Morgen noch keine Entwarnung gegeben worden. So dürfen die Menschen nicht in ihre Häuser in Ruitzhof und Geisberg zurück, wie es seitens der Stadt Monschau heißt. Etwa 300 Meter von den Häusern entfernt befinden sich noch Brandherde, die Wiesen dazwischen wurden bewässert, sodass die Gefahr eingedämmt wurde.
Das Feuer scheint aber unter Kontrolle zu sein, wie die belgische Seite bestätigt. Die Brandbekämpfung geht hingegen weiter, auch Hubschrauber der Bundeswehr sollen zum Einsatz kommen.
Aufgrund des weiterhin andauernden Brandes im belgischen Venn unterstützen nun Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Aachen sowie der Feuerwehren der StädteRegion Aachen die Einsatzmaßnahmen auf belgischer Seite. Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit über EMRIC.
Die weitere Entwicklung des Brandgeschehens sowie mögliche Auswirkungen auf das Stadtgebiet werden weiterhin engmaschig durch die Feuerwehr Monschau in enger Abstimmung mit dem Lagezentrum der StädteRegion Aachen beobachtet und bewertet.
Im Raum Kalterherberg werden derzeit die für den grenzüberschreitenden Einsatz vorgesehenen Kräfte der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen gesammelt. Von dort erfolgt die koordinierte Weiterfahrt der Einsatzkräfte in das belgische Einsatzgebiet.
Sollten Sie Hilfe benötigen, z.B. aus gesundheitlichen Gründen, wenden Sie sich bitte an eine der folgenden Telefonnummern:
Wählen Sie den Notruf der Feuerwehr oder der Polizei nur im Notfall. Diese Empfehlung gilt zunächst bis 18 Uhr am heutigen Tage.
Das Venn ist derzeit streng verboten zu betreten. Straßen und Parkplätze sind gesperrt. Die N68 zwischen Eupen und Sourbrodt ist abgesperrt. 2011 gab es im Hohen Venn den größten Waldbrand Belgiens – damals brannten 1.600 Hektar. Die Hoffnung ruht nun auf dem Regen - es könnte uns später treffen, aber leider auch vorbei ziehen.


