Thomas Förster

2700 Hektar stehen im Hohen Venn in Flammen - In Kalterherberg werden Häuser verlassen

Gesundheitsschädliche Geruchsbelästigung führt zur Empfehlung in Plattevenn, Leyloch und westlich des Kalterherberger Messeweges bis 10 Uhr die Häuser zu verlassen.

Die Auswirkungen des Vennbrands sind quer durch das Monschauer Land zu sehen. In Kalterherberg, Plattevenn und Leyloch sollen wegen der gesundheitsschädlichen Geruchsbelästigung erste Bewohner ihre Häuser verlassen.

Die Auswirkungen des Vennbrands sind quer durch das Monschauer Land zu sehen. In Kalterherberg, Plattevenn und Leyloch sollen wegen der gesundheitsschädlichen Geruchsbelästigung erste Bewohner ihre Häuser verlassen.

Bild: Thomas Förster

Das Hohe Venn steht in Flammen. Das Feuer im Hohen Venn hat inzwischen eine Fläche von 850 Hektar zerstört. Was am Freitag, 14. August, gegen 13 Uhr als kleiner Brand begann, hat sich zu einer Katastrophe entwickelt, die das einzigartige Moorgebiet zwischen Eupen und Malmedy in bislang nicht dagewesenem Ausmaß bedroht.

Aufgrund der weiteren Ausbreitung des Brandes im Hohen Venn in Belgien ist nicht auszuschließen, dass es ab dem Vormittag vermehrt zu erheblichen Rauchbelastungen und Rauchniederschlägen im Monschauer Stadtgebiet kommt.

Da gesundheitliche Gefahren durch den Brandrauch nicht ausgeschlossen werden können, wird den Einwohnerinnen und Einwohnern von Plattevenn, Leyloch und Kalterherberg westlich des Messewegs dringend empfohlen, diese Bereiche bis 10 Uhr zu verlassen und bei Verwandtschaft und Freunden unterzukommen.

Für Menschen, die nicht eigenständig unterkommen, stellt die Stadt Monschau eine Anlaufstelle im Bürgercasino Imgenbroich zur Verfügung. 

Sollten Sie Hilfe benötigen, z.B. aus gesundheitlichen Gründen, wenden Sie sich bitte an eine der folgenden Telefonnummern:

  • 02472/81-0
  • 02472/81-210
  • 02472/81-209
  • 02472/81-212

Wählen Sie den Notruf der Feuerwehr oder der Polizei nur im Notfall.
Diese Empfehlung gilt zunächst bis 18 Uhr am heutigen Tage.

Das Venn ist derzeit streng verboten zu betreten. Straßen und Parkplätze sind gesperrt. Die N68 zwischen Eupen und Sourbrodt ist abgesperrt. 2011 gab es im Hohen Venn den größten Waldbrand Belgiens – damals brannten 1.600 Hektar. Die Hoffnung ruht nun auf dem Regen - es könnte uns später treffen, aber leider auch vorbei ziehen.