Thomas Förster

Von Kalterherberg nach Malawi

Kalterherberg. Christoph Mertens sammelt beim »Tag des Rades« Fahrräder für Afrika
Christoph Mertens sammelt für den Verein »Velafrica« ausrangierte Fahrräder, die die Mobilität andernorts erhöhen - mit positiven Folgen für den Zugang zu Bildung, Arbeit oder Gesundheitssystem. Dafür nutzt er den »Tag des Rades« in Kalterherberg.

Christoph Mertens sammelt für den Verein »Velafrica« ausrangierte Fahrräder, die die Mobilität andernorts erhöhen - mit positiven Folgen für den Zugang zu Bildung, Arbeit oder Gesundheitssystem. Dafür nutzt er den »Tag des Rades« in Kalterherberg.

Bild: VelAfrica

Kalterherberg (Fö). Er braucht keine große Bühne - Christoph Mertens aus Kalterherberg macht einfach, und das schon seit Jahren. Als ehrenamtlicher Fahrradsammler für den gemeinnützigen Verein »Velafrica e.V.« hat er dafür gesorgt, dass bereits viele Fahrräder aus der Nordeifel den Weg nach Malawi und Madagaskar gefunden haben. Dort geben sie Menschen Mobilität, die sonst kaum eine haben.

Velafrica exportiert jährlich über 25.000 Fahrräder nach Afrika und beliefert neun lokal verankerte Partnerunternehmen in sieben Ländern. Ein Fahrrad ermöglicht es, viermal schneller vorwärtszukommen und dreimal mehr Lasten zu transportieren als zu Fuß – und sichert so den Zugang zu Arbeitsplätzen, Schulen und Gesundheitszentren.

Jetzt plant Christoph Mertens rund um den Tag des Rades am Sonntag, 6. September, in Kalterherberg eine besondere Aktion für die Region:

Am Samstag, 5. September, werden Fahrräder im Monschauer Stadtgebiet kostenlos zu Hause abgeholt. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung unter velafrica.de/kalterherberg.

Am Sonntag, 6. September, können Fahrräder direkt vor Ort auf dem Fest abgegeben werden. Als Dankeschön erhält jeder Spender pro Rad ein Los für die Tombola der Veranstaltung.

Von Aachen aus gehen jedes Jahr über tausend Fahrräder nach Malawi und Madagaskar – und ein guter Teil davon hat seinen Weg dorthin durch das stille, beharrliche Engagement von Christoph Mertens gefunden. Ein alter Drahtesel im Keller, den man ohnehin nicht mehr fährt, kann also für einen Menschen in Afrika eine echte Lebensveränderung bedeuten.