

In der Kindertagesstätte St. Marien in Kyllburg beschäftigt sich derzeit eine Kindergruppe intensiv mit Dinosauriern. Grundlage dafür war die Auswertung eines Fragebogens sowie eines Soziogramms durch Lina Weiler (20), die sich im dritten Ausbildungsjahr zur Erzieherin befindet. Dabei stellte sie fest, dass viele Kinder der Gruppe ein ausgeprägtes Interesse an dem Thema zeigen.
Die angehende Erzieherin führt aktuell ein zehnwöchiges Theorie- und Praxisprojekt zur Förderung der Fachkompetenz durch. Das Projekt trägt den Titel »Durchführen einer Dino-Forscherprüfung – ein Projekt zur Unterstützung der Wissens- und Interessesförderung von Dinosauriern«.
»Das pädagogische Ziel meines Inklusionsprojektes, das unter der Leitung von Korina Biewers steht, ist es, neben dem Interesse der Kinder an Dinosauriern, dass sie neugierig forschen, Fragen stellen und dabei erfahren, wie spannend es ist, Wissen zu sammeln und so ihre Umwelt besser zu verstehen und mitzugestalten«, so Lina Weiler.
Im Rahmen des Projekts setzen sich die Kinder mit verschiedenen Dinosaurierarten auseinander. Sie beschäftigen sich unter anderem damit, was die Tiere gefressen haben, wie sie lebten und woher sie stammten. Zudem vergleichen sie unterschiedliche Arten hinsichtlich Lebensraum und Zeitgeschichte.
Die teilnehmende Kinder bringen ihr Wissen in Gesprächen, Spielen und kreativen Gestaltungen ein. Die Ergebnisse werden in einem Forscherausweis festgehalten. Nach jeder wöchentlichen Einheit aktualisieren die Dino-Forscherinnen und -Forscher diesen Ausweis und erhalten anschließend einen Dinostempel oder einen Sticker.
»Das Thema bietet den Kindern im Vorschulalter einen besonderen Zugang zu naturwissenschaftlicher Bildung, da diese urzeitlichen Lebewesen Neugier wecken und zum Staunen anregen. Es schafft einen Lernraum, in dem die Kinder auf spielerische Weise erste wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen erlernen«, so Lina Weiler.
Unter den teilnehmenden Kindern befindet sich auch ein Junge mit Beeinträchtigung. Das Projekt wird deshalb zusätzlich von Wilfried Kootz begleitet. Er ist einer der Behindertenbeauftragten der Verbandsgemeinde Bitburger-Land und ehrenamtliches Präsidiumsmitglied von Special Olympics Rheinland-Pfalz.
»Durch seine Expertise weiß er, wie wichtig es ist, Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen nicht einfach nur mitlaufen zu lassen, sondern sie aktiv beim Spiel, beim Spaß – aber auch in der Ernsthaftigkeit – sinnvoll mit einzubinden«, so der Tenor von Lina Weiler. Die Ergebnisse der Projektwochen sollen Ende Februar den Eltern vorgestellt werden.


