Nikolas Leube

Eifelkreis Bitburg-Prüm bereitet Übernahme des St. Joseph-Krankenhauses vor

Prüm. Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat eine Vereinbarung zur Übernahme des St. Joseph-Krankenhauses unterzeichnet. Der Kreistag muss noch zustimmen.

V.l.: Jakob Joeres (Sachwalter), Michael Ludwig, MdL (Erster Kreisbeigeordneter Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Michael Wilke (Geschäftsführer St. Joseph-Krankenhaus Prüm) unterzeichnen die Vereinbarung

V.l.: Jakob Joeres (Sachwalter), Michael Ludwig, MdL (Erster Kreisbeigeordneter Eifelkreis Bitburg-Prüm) und Michael Wilke (Geschäftsführer St. Joseph-Krankenhaus Prüm) unterzeichnen die Vereinbarung

Bild: Kreisverwaltung

Der Eifelkreis Bitburg-Prüm hat die Weichen für die Zukunft des St. Joseph-Krankenhauses Prüm gestellt. Mit der notariellen Beurkundung einer Investorenvereinbarung wurde die Grundlage für die geplante Übernahme der Krankenhausgesellschaft im laufenden Insolvenzverfahren geschaffen.
Das Krankenhaus der Grundversorgung verfügt über 150 Planbetten und beschäftigt rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der wirtschaftliche Übergang soll zum 1. Oktober erfolgen. Voraussetzung ist noch die Zustimmung des Kreistages in seiner Sitzung am 7. September.
Mit der Übernahme will der Eifelkreis den Krankenhausstandort und die stationäre Versorgung in der Region langfristig sichern. Gleichzeitig soll der Fortbestand der Arbeitsplätze gewährleistet werden. Ein detaillierter Wirtschafts- und Finanzplan soll im Herbst erarbeitet werden.

Vereinbarung schafft Grundlage für Übernahme

Die Vereinbarung wurde zwischen der St. Joseph-Krankenhaus gemeinnützige GmbH, dem Eifelkreis Bitburg-Prüm und dem Sachwalter Rechtsanwalt Jakob Joeres geschlossen. Der Eifelkreis übernimmt die Gesellschaft im Rahmen des laufenden Insolvenzverfahrens.
Der Erste Kreisbeigeordnete Michael Ludwig, MdL, betonte die Bedeutung des Standorts: "Der Erhalt des Standortes ist für den Eifelkreis von enormer Bedeutung. Mit der Übernahme schaffen wir eine Perspektive für die Fortführung des Krankenhauses und damit für die stationäre Versorgung der Menschen in der Region."

Land begrüßt geplante Übernahme

Gesundheitsminister Clemens Hoch begrüßte die Entwicklung und bezeichnete das Krankenhaus als wichtigen Bestandteil der medizinischen Versorgung im Eifelkreis und darüber hinaus. Er dankte den Beteiligten für die Zusammenarbeit im Insolvenzverfahren.
Seit November 2025 wurde an einer Lösung für die Zukunft des Krankenhauses gearbeitet. Mit der nun geschlossenen Vereinbarung ist ein weiterer Schritt zur geplanten Übernahme erreicht.