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Karbach holt auswärts einen Punkt

Das war ein eher außergewöhnliches Spiel in Nentershausen, das die rund 350 Zuschauer zwischen den Hunsrückern und den Spfr. Eisbachtal sahen. Am Ende stand mit dem 3:3-Unentschieden eine Punkteteilung, die wohl keinem der beiden Teams so richtig im Abstiegskampf nützt.
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Dominik Kunz sorgte mit seinen drei Treffern dafür, dass die Karbacher wenigstens einen Punkt aus Eisbachtal mitnehmen konnten.  (Foto: Arno Boes)

Dominik Kunz sorgte mit seinen drei Treffern dafür, dass die Karbacher wenigstens einen Punkt aus Eisbachtal mitnehmen konnten. (Foto: Arno Boes)

Gleich von Anfang an zeigten beide Mannschaften, dass sie dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Vor allem für den Tabellenletzten aus Eisbachtal ging es darum, die 0:10-Niederlage vom letzten Spieltag vergessen zu machen. Nach kämpferischer Anfangsphase mit guten Chancen auf beiden Seiten dauerte es bis zur 21. Minute, ehe die Gastgeber in Führung gingen. Doch schon vier Minuten später gelang Dominik Kunz mit einem sehenswerten Rückzieher der Ausgleich zum 1:1. Eisbachtal aber ließ sich davon nicht beeindrucken, in der 26. und 29. Minute gelangen ihnen die Treffer zum 3:1-Pausenstand. Nach der Pause verloren die Westerwälder ihren Faden, Karbach hingegen nahm den Kampf auf und drängte auf den Anschluss. Der gelang in der 47. Minute wieder Dominik Kunz mit einem direkt verwandelten Freistoß aus gut 30 Metern. Danach lagen einige Nerven offenbar blank und Schiedsrichter Markus Dunstbach trug durch erkennbare Überforderung dazu bei. Nach zwei gelben Karten kurz vor der Pause zog er im zweiten Durchgang insgesamt sechsmal die gelbe und viermal die rote Karte. Zuerst traf es David Eberhardt in der 49. Minute, der nach einer Notbremse glatt Rot sah. Nach 61. Minuten musste Enrico Köppen nach einem gelbwürdigen Foul und anschließendem Meckern mit Gelb-Rot den Platz verlassen. Doch Karbach schöpfte neue Hoffnung, als sich in der 80. Minute Dominik Kunz mit seinem dritten Tor zum 3:3 zum Mann des Tages machte. Doch das Kartenfestival ging weiter, in der 87. Minute sahen Spfr.-Trainer Marco Reifenscheidt und auf Karbacher Seite Selim Denguezli wegen Unsportlichkeit beide Rot. In der Nachspielzeit traf es dann noch einen weiteren Eisbachtaler mit direkt Rot. Bis auf den Ausgleich hatten die Hinausstellungen aber keinen weiteren Einfluss auf den Spielausgang. Eisbachtal kam gegen sieben Karbacher Feldspieler nicht mehr zwingend vor das Tor der Gäste, die sorgten in den letzten Minuten vor allem durch rigorose Defensive, dass sie wenigstens den einen Punkt mitnehmen konnten. Trainer Torsten Schmidt zollte dafür seiner Mannschaft Respekt: „Das war am Ende eine große Leistung.“ Das ihm die zu erwartenden Sperren in den kommenden Wochen im Abstiegskampf nicht gerade entgegenkommen, steht auf einem anderen Blatt. Immerhin ließen Wiesbach und Ludwigshafen, die beide direkt vor den Karbachern in der Tabelle stehen, auch Zähler liegen, was wohl noch das Positivste an diesem Spieltag für die Hunsrücker war. Die empfangen am nächsten Samstag (14. März, 15 Uhr) auf dem Quintinsberg die Wormatia aus Worms, die mit einer Heimniederlage gegen Elversberg in den Hunsrück kommt. Das dürfte die Aufgabe für das Schmidt-Team angesichts der aktuellen Situation zusätzlich erschweren.