Andreas Bender

Polizeikontrolle A61: 18 von 28 LKW wurden beanstandet

Liebshausen. Das Resümee der großangelegte Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs am Dienstag an der A 61: Ernüchternd, erklärt die Polizei.
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Parkplatz Struth.

Parkplatz Struth.

Foto: Polizei

Am Dienstag, 27. September, führte die Verkehrsdirektion Koblenz in der Zeit von 9 bis 15 Uhr auf der A 61, Parkplatz "Struth", eine großangelegte Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs durch. Schwerpunkt war neben technischen Mängeln unter anderem auch das Erkennen von defekten oder bewusst manipulierten Abgasreinigungssystemen. Mehrfach mussten LKW wegen erheblicher Verstöße aus dem Verkehr gezogen werden.

 

Mit Unterstützung anderer rheinland-pfälzischen Polizeipräsidien wurden 28 Fahrzeuge kontrolliert - das Resümee: ernüchternd. Von 28 kontrollierten Fahrzeugen mussten 18 beanstandet werden, in 9 Fällen wurde die Weiterfahrt untersagt. Die weiteren Beanstandungen führten zu 11 Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen verschiedenster Mängel wie mangelhafter Ladungssicherung, Geschwindigkeitsübertretungen oder technischer Mängel.

 

Der Einsatz von speziellen Auswertesystemen ermöglichte den Kontrollierenden, die Fahrtenschreiber der Lastkraftwagen auszulesen. Dabei wurden 13 Verstöße aufgrund nicht eingehaltener Lenk- und Ruhezeiten festgestellt. Zudem wurde in insgesamt 8 Fällen von Fahrzeugführern eine Sicherheitsleistung einbehalten, da diese keinen Wohnsitz in Deutschland hatten.

 

Bei einem Fahrzeug landeten die Einsatzkräfte einen "Volltreffer": an dem Sattelzug war nicht nur die AD-Blue Anlage ohne Funktion, was zu einer negativen Beeinflussung des Abgasverhaltens und erheblich höherem Schadstoffausstoß führte. Zusätzlich waren noch zwei Bremsscheiben gerissen, ein Bremsbelag so verschlissen, dass nur noch Metall auf Metall bremste und ein Reifen wies diverse Beschädigungen bis auf die Karkasse auf. Gerade defekte Bremsen weisen ein enormes Gefahrenpotential auf und können auf dramatische Weise verkehrs-, eigen- und fremdgefährdend sein.

 

Der Leiter der Kontrollmaßnahme, Polizeihauptkommissar Michael Schlemmer von der Verkehrsdirektion Koblenz, zum Ergebnis: "Der heutige Kontrolltag zeigt erneut, dass eine intensive und dauerhafte polizeiliche Überprüfung des gewerblichen Güterverkehrs unerlässlich ist. Wir bleiben im Interesse der Verkehrssicherheit und zum Wohl der Allgemeinheit an dieser Thematik dran, um das Gefahrenpotential auf unseren Straßen zu minimieren."


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