Andreas Bender

Sagenhafte Karbacher Aussichten

Karbach. Die Wanderregion Rhein-Hunsrück ist um eine Strecke reicher: Nach über 1 000 Arbeitsstunden kann die »Rheinhöhentour Sankt Quintin« erkundet werden.
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Otmar Schmitz (li.) und Herbert Karbach am Startpunkt. Die Wege, wie der Aufstieg zu den Schieferhöhlen, wurden in Eigenleistung angelegt.

Otmar Schmitz (li.) und Herbert Karbach am Startpunkt. Die Wege, wie der Aufstieg zu den Schieferhöhlen, wurden in Eigenleistung angelegt.

Foto: Andreas Bender

Gleich neben der Sportanlage auf dem Quintinsberg, der Heimat des Oberligisten FC Karbach, startet der brandneue Wanderweg rund um die Hunsrückgemeinde. »Der Ausgangspunkt ist ideal«, sagen Otmar Schmitz und Herbert Karbach. »Man hat von hier nicht nur einen wunderbaren Ausblick auf unsere Gemeinde, sondern kann auch die Parkplätze neben der Sportanlage nutzen.«

 

Auf 11,7 Kilometern und mit 332 Höhenmetern gibt es herrliche Aussichten, idyllische Pfade sowie interessante Attraktionen zu entdecken, freuen sich die zwei. »Man darf sich nicht nur auf einen grandiosen Blick auf das Rheintal sowie den grandiosen Weitblick in den Taunus freuen, sondern auch auf erlebnisreiche und sehenswerte Stationen«, betont Schmitz. Dazu gehören unter anderem der einzigartige Fünf-Burgenblick, die Schieferhöhlen im Tal der Patelsbach und natürlich die namensgebende Wallfahrtskirche Sankt Quintin.

 

Die Strecke wurde auf Initiative der »Wanderfreunde Karbach« vorangebracht, zu denen auch Otmar Schmitz und Herbert Karbach gehören. »Die Idee eines Rundweges gab es schon länger in der Gemeinde. Auch ein ungefährer Streckenverlauf war schon auserkoren«, erklärt Schmitz. »Wir haben uns dem Projekt dann 2020 angenommen, um alles konkret umzusetzen.«

 

Das geht natürlich nicht alleine. »Die Unterstützung war groß – sowohl finanziell seitens der Gemeinde, als auch mit Blick auf die vielen Helfer, die ihre Freizeit für die Umsetzung geopfert haben«, hebt Schmitz hervor. Zwar erhielt die Rheinhöhentour Sankt Quintin eine Leader-Förderung, allerdings konnten damit nicht alle Kosten gedeckt werden. Hier sprang die Gemeinde unbürokratisch ein. »Auch die Arbeiten, wie das Anlegen der Wege, Treppenstufen oder das Mulchen und Freischneiden von Bereichen im Wald, hätten wir in unserer Wandergruppe so nicht leisten können«, sagt Schmitz. Die Helfer konnten etwa die notwendigen Gerätschaften beisteuern und hatten mitunter die Berechtigungen, im Wald arbeiten zu dürfen.

 

Insgesamt waren rund 15 Helfer letztlich mindestens 1 200 Stunden im Einsatz, schätzen Karbach und Schmitz. Kurz: Alle stehen hinter dem Projekt. So konnte nach der Planungsphase in diesem Frühjahr mit der Umsetzung gestartet werden.

 

»Interessierte können jetzt die Wanderschuhe schnüren und die Strecke kennenlernen«, betonen Schmitz und Karbach. »Die Wege sind alle angelegt, Rastbänke und Tische aufgebaut und die Strecke ist zu 100 Prozent beschildert, auch mit Infotafeln.« Kleine Nacharbeiten stehen noch an. So soll der Startbereich angepasst und weitere Sitzgelegenheiten aufgebaut werden. Das ist auch der Leader-Förderung geschuldet. »Die Vorgabe war, dass das Projekt im Oktober abgerechnet werden muss«, sagt Karbach und ergänzt: »Aber es hat alles super funktioniert, auch dank der vielen Helfer.«

 

Zudem erhofft man sich jetzt auch Feedback von den Wanderbegeisterten, wo und wie die Strecke noch optimiert werden kann. Danach wird eine Zertifizierung des Wanderweges angestrebt. Alle Informationen zur »Rheinhöhentour Sankt Quintin« findet man auch online auf der Internetseite der Gemeinde Karbach unter dem Reiter »Wanderweg«. www.karbach-hunsrueck.de


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