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Nature One: 700 Rotkreuzler sind einsatzbereit

Hunsrück/Nahe. Die ersten Besucher kamen bereits am Mittwochabend an. Denn am Wochenende steigt die 24. Auflage der Nature One auf dem Gelände der ehemaligen Raketenbasis Pydna. Zum 23. Mal leistet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in diesem Jahr den Sanitätsdienst auf dem Musikfestival.

Ab Mittwoch ist das Rote Kreuz vor Ort präsent und wird im Verlauf der Veranstaltung mit rund 57 000 Besuchern den Sanitätsdienst immer weiter verstärken. In der Spitze werden fast 200 Einsatzkräfte des DRK gemeinsam im Einsatz sein. Sechs Tage liegen dann vor den Rotkreuzlern. Einsatzleiter Heinz Dieter Wieß vom DRK-Kreisverband Rhein-Hunsrück e.V. rechnet bei gemäßigten Temperaturen mit ungefähr 2 000 Patienten, die Hilfe beim DRK suchen und medizinisch versorgt werden müssen. Aus der langjährigen Einsatzpraxis wissen die Rotkreuzler, dass sie sich auf viele kleinere Verletzungen, Erschöpfungszustände, aber auch schwerere Notfälle einstellen müssen. Um noch schneller beim Patienten auf dem Festivalgelände sein und flexibler auf Hilfeersuchen reagieren zu können und eine größere Reserve an Einsatzkräften bereithalten zu können, sind in diesem Jahr rund 700 Rotkreuzler am Sanitätsdienst der Nature One beteiligt. Darunter befinden sich Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Rettungssanitäter und Sanitätshelfer, sowie mehrere Notärzte.

Auf dem Festivalgelände hält das Rote Kreuz ein 350 Quadratmeter großes Medicalcenter vor, welches Behandlungskapazitäten für 40 Patienten bietet. Zusätzlich verfügt das große Behandlungszelt über zwei Intensivbehandlungsplätze für schwere Notfälle. Für Notfalltransporte ins Krankenhaus stehen sieben Rettungsfahrzeuge, zusätzlich zum regulären Rettungsdienst zur Verfügung. Auch kleine Verletzungen werden im Eingangsbereich des Zeltes behandelt. „Wir sind dem Veranstalter sehr dankbar, dass er uns schon seit Jahren in dieser Art und Weise unterstützt. Wann immer wir die Infrastruktur verbessern wollten oder neue Ideen hatten, fanden wir stets ein offenes Ohr – dies ist nicht immer selbstverständlich“, bilanziert Einsatzleiter Heinz-Dieter Wies die bisherige Zusammenarbeit.

Aufgrund der anhaltenden hohen Temperaturen rät das DRK den Besucherinnen und Besuchern zu besonderer Vorsicht, denn glaubt man den Wetterdiensten, so steht den Rettungskräften und Besuchern ein heißes Wochenende bevor – und das nicht nur im Hinblick auf die Musik. Bis zu 31 Grad melden die Wetterdienste für das Festivalwochenende. Für die Rotkreuzler bedeutet dies nicht nur, auf die eigene Gesundheit zu achten, sondern womöglich auch ein erhöhtes Patientenaufkommen. „Wir raten den Festivalbesuchern, möglichst viel zu trinken und sich mit einer Kopfbedeckung und Sonnenschutz vor der Hitze zu schützen“, rät DRK-Sprecher Philipp Köhler den Besucherinnen und Besuchern. „Gerade beim Tanzen verliert der Körper viel Flüssigkeit, was man meist erst merkt, wenn es zu spät ist. Daher sollten alle Gäste regelmäßig größere Mengen Wasser trinken, um hitzenotfälle und Kreislaufprobleme zu vermeiden“, so Köhler weiter.

Im Notfall erreichen Besucher das Rote Kreuz über den Notruf 112 oder an einem der Behandlungszelte. Auf dem Festivalgelände befindet sich das Behandlungszelt nördlich von Bunker 6. Damit Notfälle schnell koordiniert und versorgt werden können, ist die Einsatzleitung des DRK auf der Nature One über Digitalfunk mit der Integrierten Leitstelle Bad Kreuznach verbunden. So können Notrufe über 112 direkt an das DRK auf der Nature One weitergegeben werden

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