ab

Weihbischof Gebert firmt mehr als 50 Jugendliche

Hunsrück/Nahe. Den Abschluss der Firmreise durch das Dekanat Simmern-Kastellaun hat der Gottesdienst am 10. November in Rheinböllen gebildet. In der Pfarrkirche St. Erasmus spendete der Trierer Weihbischof Franz Josef Gebert mehr als 50 Jugendlichen aus den Pfarreiengemeinschaften Kirchberg und Rheinböllen das Sakrament der Firmung.

„Den Heiligen Geist kann man nicht beschreiben, sondern er ist nur erkennbar in seinen Werken“, erklärte Weihbischof Gebert. Dies sei beispielsweise durch die Jugendlichen geschehen. In der Firmvorbereitung haben sie viel soziales Engagement gezeigt, indem sie unter anderem Friedhöfe reinigten oder einen Seniorennachmittag veranstalteten. „Wenn ich etwas für andere tue, entdecke ich dabei auch mich selbst. Daher geht aus dem Selfie-Modus raus“, richtete sich der Weihbischof an die jungen Menschen. Durch den Einsatz für andere, werde Gottes Wirken sichtbar. „Mit der Firmung werdet ihr zu seiner Stimme, seinem Gesicht, seinen Händen und Füßen“.

Jede und jeder habe ein Charisma, eine Begabung. Wenn er oder sie dieses individuelle Talent einsetze, ergebe sich ein Ganzes. „Erst wenn wir diese Gaben nicht für uns behalten, sondern entdecken und für andere einsetzen, können wir in einer Gesellschaft leben“, sagte Gebert in seiner Predigt.

Hauptverantwortlicher der siebenmonatigen Vorbereitungszeit war Diakon Clemens Fey. Er organisierte unter anderem die Firmprojekte des Dekanats, die in der Jugendkirche „crossport to heaven“ am Flughafen Hahn durchgeführt wurden. Darunter zählten die Fahrt zum Jugendtag während der Heilig-Rock-Tage in Trier, die Teilnahme an der Springprozession Route Echternach, ein Kunstprojekt, das Festival der Kulturen und das Jugendfestival sowie ein Tanz-Flashmob im Zuge der Ministrantenromwallfahrt. Fey dankte explizit den zwölf Katechtinnen und Katecheten für ihre Mitarbeit: „Sie haben den Jugendlichen ihre Zeit geschenkt und vielleicht selbst neue Erfahrungen gemacht“.

Markus Koch gratulierte den Jungen und Mädchen im Namen der Pfarreiengemeinschaft Rheinböllen zur Firmung. „Ihr habt unterschiedlichste Talente und konntet euch damit einbringen und die Gemeinde bereichern.“ Seine Ansprache verband er mit der Einladung, den Weg weiterzugehen. „Ihr seid die Zukunft der Kirche, ohne euch wäre es weniger lebendig“. Weihbischof Gebert bekräftigte dieses Angebot: "Durch die Taufe werden wir in die Kirche aufgenommen, aber wir haben einen eigenen Auftrag."

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.