

Mit einer eindringlichen Ausstellung und einem klaren Appell an die Zivilgesellschaft wurde am vergangenen Donnerstag im DRK Mehrgenerationenhaus der Auftakt für die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 im Kreis Euskirchen eingeläutet. Unter dem diesjährigen Motto »100 Prozent Menschenwürde« präsentierten die Verantwortlichen ein umfangreiches Programm, das vom 16. bis zum 29. März dazu einlädt, Haltung gegen Diskriminierung zu zeigen.
Was im Jahr 2022 mit vier Kooperationspartnern und sieben Veranstaltungen begann, hat sich mittlerweile zu einer starken regionalen Bewegung entwickelt. Die Initiative »Haltung zeigen: Wir im Kreis Euskirchen gegen Rassismus«, die unter der Schirmherrschaft von Landrat Markus Ramers steht, vereint in diesem Jahr 16 Kooperationspartner, die insgesamt 22 kostenfreie Veranstaltungen auf die Beine gestellt haben. »Rassismus beginnt oft leise in Worten, Blicken, Gedanken. Doch seine Folgen sind laut und verletzend. Deshalb ist es so entscheidend, dass wir hinschauen, zuhören und handeln«. betonte Rolf Klöcker, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes. Für Sabine Sistig, Integrationsbeauftragte des Kreises Euskirchen und Leiterin des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrums, steht dabei ein Grundsatz im Mittelpunkt: Artikel 1 des Grundgesetzes. »Die Würde des Menschen ist unantastbar«, erinnerte sie. Gerade deshalb gehe es darum, Haltung zu zeigen – im Alltag ebenso wie im öffentlichen Diskurs.
Teil der Internationalen Wochen gegen Rassismus ist auch eine Ausstellung im Café Henry. Die gezeigten Collagen und Illustrationen verdeutlichen, dass Rassismus kein Randphänomen ist, sondern mitten im Kreis Euskirchen – oft subtil in Worten oder Blicken – stattfindet. Die Ausstellung soll Besucher dazu anregen, innezuhalten, die eigene Sprache zu reflektieren und Barrieren abzubauen.
Die Veranstaltungen der Internationalen Wochen gegen Rassismus greifen das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf. In Workshops und Diskussionsrunden beschäftigen sich Fachleute und Teilnehmende mit der Rolle von Sprache, gesellschaftlichen Strukturen und persönlichen Erfahrungen im Umgang mit Diskriminierung. Dabei geht es nicht nur um Analyse, sondern auch um praktische Wege zu mehr Respekt und Teilhabe.
Eine Übersicht über die Veranstaltungen und Möglichkeiten zur Anmeldung gibt‘s online unter:




