

Die Mehrener Straße ist eine der meistfrequentierten Straßen in Daun. Konsens ist, dass die Straße ausgebaut werden muss, um dem wachsenden Verkehr gewachsen zu sein. Der Landesbetrieb Mobilität, die Verbandsgemeindeverwaltung, die Stadt Daun und die bauausführende Firma stellten den Bürgern im Forum Daun nun die Planungen für den ersten Bauabschnitt vor.
Mitte August, nach der Dauner Kirmes, soll das Großprojekt losgehen. Mit dem Ausbau der B 257 Mehrener Straße beginnt ein Dauner Infrastrukturprojekt, das wegen der Lage einiger wichtiger Märkte und einer Tankstelle die Planer vor Probleme stellte. Rund 12.000 Fahrzeuge, darunter nur relativ wenige Lkw, nutzen die B 257 täglich als Ein- und Ausfahrt der Stadt.
An der grundsätzlichen Straßenführung wird sich nichts ändern, da die angrenzende Bebauung keinen größeren Eingriff zulässt. Die Fahrbahn wird jedoch an mehreren Stellen verbreitert – unter anderem für zusätzliche Linksabbiegespuren zum Aldi und zur Tankstelle sowie für einen neuen Minikreisel auf Höhe von HIT und dm. Außerdem werden ab der Aldi-Zufahrt auf beiden Straßenseiten Radschutzstreifen markiert. Neu entstehen zudem zwei Bushaltestellen neben der Aldi-Einfahrt auf Höhe des mittleren der drei Wohnhäuser.
"Das ist für die Stadt Daun ein bedeutsames Projekt, das aber auch einige Zeit in Anspruch nehmen wird", erklärte Stadtbürgermeister Friedhelm Marder. Der Ausbau der Mehrener Straße stellt Geschäftsleute, Kunden und Pendler vor große Herausforderungen. Wie dennoch alle an ihr Ziel kommen und Märkte und Tankstelle während der gesamten Bauphase erreichbar bleiben, erläuterte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein, der für die Planung und Leitung des Projekts zuständig ist, in einer Informationsveranstaltung im Forum Daun.
"Jetzt geht es bald los, die Planung ist über all die Jahre gewachsen, es gab viele Abstimmungen mit den Anliegern und alle haben an einem Strang dafür gezogen", erklärte Bruno von Landenberg, Dienststellenleiter des LBM Gerolstein. Sicher ist: Durch die Bauarbeiten wird es auch Beeinträchtigungen geben. "Baustellen ohne Beeinträchtigungen gibt es nicht, aber wir werden versuchen, sie möglichst gering zu halten. Wir bitten die Bürger deshalb um Toleranz und Geduld", sagte von Landenberg.
Die komplizierte Baumaßnahme verfolgt das Ziel, die Erreichbarkeit der Stadt möglichst wenig einzuschränken und die Anbindung der Märkte HIT, Minninger, Aldi, dm, der Bäckerei Lutz sowie der Tankstelle sicherzustellen. Dafür ist eine spezielle Verkehrsführung vorgesehen.
Begonnen wird Mitte August mit dem ersten Bauabschnitt auf einer Länge von 350 Metern vom Technischen Hilfswerk bis zur Brühlstraße. Hier wird eine Einbahnstraße eingerichtet, sodass Autofahrer aus Richtung Darscheid und von der A 48 weiterhin ohne größere Probleme in die Stadt sowie zu den Märkten und zur Tankstelle gelangen.
Für den Gegenverkehr aus der Stadt zu den Märkten und zur ED-Tankstelle wird vom Kreisel am Blumenhaus Außem aus eine Behelfsstrecke mit Ampel hinter den Märkten gebaut, die alle Ziele anbindet. Mit deren Bau wurde bereits begonnen.
An vier Wochenenden wird die Baustelle allerdings von Freitagabend bis Montagmorgen voll gesperrt. Für Autofahrer aus beiden Richtungen wird eine Umleitungsstrecke zwischen Gemünden, den Maaren und zurück auf die B 257 Richtung Darscheid eingerichtet. Radfahrer werden über die Maria-Hilf-Straße in Richtung Kurpark umgeleitet.
Für den ersten Bauabschnitt sind rund anderthalb Jahre eingeplant. Anschließend beginnt der zweite Bauabschnitt mit einer Länge von 320 Metern vom Kreisel bis zur Bahnhofsstraße. Hier ist eine Bauzeit von etwa einem halben Jahr vorgesehen.
Die Baukosten für den Ausbau der B 257 in der Mehrener Straße und der Bahnhofsstraße sollen sich auf insgesamt 5,9 Millionen Euro belaufen. Davon übernimmt der Bund 4,6 Millionen Euro, den Rest tragen Stadt und Verbandsgemeinde. Bauausführende Firma für das Gesamtprojekt ist das Pützborner Unternehmen HTI.
Text: Helmut Gassen




