

Vier Tage lang unterstützte die Feuerwehr Daun die Löscharbeiten beim Großwaldbrand in Traisen im Landkreis Bad Kreuznach. Im Rahmen der überörtlichen Hilfe des Waldbrandzuges Nord Rheinland-Pfalz waren sieben Besatzungen im Schichtbetrieb im Einsatz und leisteten rund 350 Einsatzstunden.
Die Alarmierung erfolgte am Samstag, 27. Juni, um 23.18 Uhr. Bereits am frühen Sonntagmorgen rückte die erste Besatzung mit dem Waldbrand-Tanklöschfahrzeug TLF 3000 des Landes Rheinland-Pfalz aus, das in Daun stationiert ist. Insgesamt arbeiteten sieben Besatzungen im 12-Stunden-Wechsel, sodass das Fahrzeug rund um die Uhr im Einsatz bleiben konnte. Bis Mittwochabend unterstützten die Dauner Einsatzkräfte die örtlichen Feuerwehren bei der Bekämpfung des ausgedehnten Waldbrandes.
Die Einsatzkräfte mussten unter schwierigen Bedingungen arbeiten. Hohe Temperaturen, steiles Gelände und ein teilweise mit Kampfmitteln belasteter Waldbereich erschwerten die Löscharbeiten erheblich.
In zunächst gesperrten Bereichen bekämpften die Feuerwehrleute die Flammen im sogenannten "Pump-and-Roll"-Verfahren direkt aus dem fahrenden Fahrzeug. Nachdem der Kampfmittelräumdienst die Flächen freigegeben hatte, konnten die Einsatzkräfte die Brandstellen betreten, Glutnester gezielt ablöschen und den Waldboden großflächig kühlen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Neben der eigentlichen Brandbekämpfung transportierte die Feuerwehr Löschwasser, stellte die Wasserversorgung weiterer Löschfahrzeuge sicher und kontrollierte das weitläufige Einsatzgebiet regelmäßig. Vor allem während der Nacht mussten immer wieder kleinere Brand- und Glutnester gelöscht werden.
Am Mittwochnachmittag wurde das Dauner TLF 3000 aus dem Einsatz herausgelöst. Nach fast 87 Stunden kehrte das Fahrzeug gegen 20.40 Uhr an den Standort zurück. Am folgenden Tag reinigten und überprüften die Einsatzkräfte Fahrzeug und Ausrüstung und stellten die vollständige Einsatzbereitschaft wieder her.
Die Feuerwehr Daun bedankt sich bei allen beteiligten Feuerwehren, Hilfsorganisationen und der Einsatzleitung für die Zusammenarbeit. Der Einsatz habe erneut gezeigt, wie wichtig die überörtliche Unterstützung ist und dass sich die Feuerwehren in Rheinland-Pfalz auch bei lang andauernden und anspruchsvollen Einsatzlagen aufeinander verlassen können.


