Klaus Desinger

Kohle muss her: Kirn prüft Bezahl-Parkplätze an Kallenfelser Straße

Kirn. Wer bislang sein Auto an der Kallenfelser Straße in Höhe des Kreisels abstellt, zahlt nichts.
In diesem Bereich könnten Kirner Autofahrfer bald zur Kasse gebeten werden.

In diesem Bereich könnten Kirner Autofahrfer bald zur Kasse gebeten werden.

Bild: Sebastian Schmitt

Das könnte sich ändern. Die Stadt Kirn prüft, die dortigen Parkflächen künftig in die gebührenpflichtige Parkraumbewirtschaftung aufzunehmen. Betroffen wären die Stellplätze links und rechts der Straße in Richtung Bergen – also ein Bereich, der nicht nur von Autofahrern genutzt wird, sondern auch von Schülern, Eltern und im Sommer von vielen Besuchern des Schwimmbads.
Vorgesehen ist die Anschaffung eines weiteren Parkscheinautomaten. Die Kosten dafür werden mit 8786,96 Euro beziffert. Bezahlt werden könnte dann am Automaten oder per App. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Stadtbürgermeister Frank Ensminger betont, dass das Thema zunächst im Haupt- und Finanzausschuss beraten werde. Erst danach müsse der Stadtrat abschließend entscheiden.

Angespannte Finanzlage als Grund

Die Fläche gilt aus Sicht der Verwaltung wegen ihrer Lage und der Nähe zu stark besuchten Einrichtungen als geeignet für eine Bewirtschaftung. Gleichzeitig dürfte die geplante Änderung für Diskussionen sorgen. Denn gerade Familien, Schüler und Badegäste haben die Parkplätze über Jahre als kostenlose Ausweichmöglichkeit genutzt. Wer seine Kinder zur Schule bringt, am Schwimmbad parkt oder dort länger stehen muss, hätte künftig zusätzliche Kosten.

Hinter dem Vorstoß steht auch die angespannte Finanzlage vieler Kommunen. Städte und Gemeinden suchen zunehmend nach Möglichkeiten, Einnahmen zu verbessern und laufende Kosten zu decken. Parkgebühren sind dabei eine vergleichsweise einfache Stellschraube. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Parkflächen, die stark von Schul- und Schwimmbadbesuchern genutzt werden, der richtige Ort dafür sind. Ob die Pläne umgesetzt werden, hängt nun von den Beratungen ab. Stimmen Ausschuss und Stadtrat zu, könnte das bislang kostenlose Parken an der Kallenfelser Straße bald der Vergangenheit angehören.