Andreas Bender

Evakuierungsübung in Simmern: Klinik und Feuerwehr proben den Ernstfall

Simmern. Ein plötzlicher Stromausfall im Krankenhaus und auch das Notstromnetz fällt aus. Dieses Szenario probten die Diakonie Kliniken Hunsrück bei einer groß angelegten Evakuierungsübung und zeigten, dass die Abläufe in Ausnahmesituationen greifen.

Im Mittelpunkt stand die sichere Räumung der Intensivstation und die patientengerechte Rettung. Es galt, zehn fiktive intensivpflichtige Patientinnen und Patienten mitsamt allen lebenswichtigen Geräten vom vierten Stock über den Rettungsweg zum Evakuierungspunkt zu transportieren, ohne dabei einen Aufzug zu benutzen.

Rund 30 Mitarbeitende der Diakonie Kliniken Hunsrück wirkten aktiv an der Übung mit. Unterstützt wurden sie von ebenso vielen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Simmern, Kümbdchen/Keidelheim, Tiefenbach und Mutterschied unter Führung des Wehrleiters der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen, Andreas Roth. Die Teams erprobten gemeinsam verschiedene Tragehilfen und trainierten die sichere und schnelle Evakuierung über verschiedene Treppenhäuser aus dem Gebäude. Ein weiterer Dummy-Patient wurde erfolgreich per Drehleiter über das Dach zum Treffpunkt gebracht. „Unser Ziel war es, die Kommunikation zwischen der Feuerwehr und uns zu testen und die Evakuierungswege sowie den Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln unter realen Bedingungen zu erproben“, erklärt Klaus Möhringer, Leitender Oberarzt der Anästhesie und einer der Organisatoren der Übung. 

Gemeinsam mit Peter Krebs, dem Beauftragten für interne und externe Gefahrenlagen, und dem Klinik-Arbeitskreis ‘Alarm- und Einsatzplanung‘ hatte Möhringer den Tag intensiv vorbereitet. Die fiktiven Intensivpatienten hatten unterschiedliche Krankheitsbilder. Die Bedienung des apparativen Zubehörs und die Überwachung der Beatmung sowie der Herz-Kreislauf-Parameter während des Transports stellten besondere Anforderungen an die Rettungsteams. „So konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Übung hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig klare Abläufe und eine ruhige, strukturierte Kommunikation im Ernstfall sind“, sagt Dieter Krebs.

Auch die Klinikleitung zieht ein positives Fazit. „Solche Übungen geben Sicherheit und stärken das Vertrauen in unsere Prozesse. Entscheidend ist, dass wir als Team funktionieren. Der Tag hat gezeigt, dass die Diakonie Kliniken Hunsrück auch für außergewöhnliche Notlagen gut vorbereitet sind“, betont Dr. Elena Ribel, Ärztliche Direktorin und Chefärztin für Anästhesie.

„Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie den beteiligten Feuerwehren, den Vertreterinnen und Vertretern der Polizeiinspektion Simmern und des Brand- und Katastrophenschutzes des Rhein-Hunsrück-Kreises für ihren engagierten Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit“, ergänzt Geschäftsführerin Carina Esch.