

Die Blau-Schwarz-Weißen haben ihr Auswärtsspiel beim FC Bayern Alzenau am Samstagnachmittag mit 2:0 verloren. Nach einer völlig verpennten ersten Halbzeit genügte auch eine Leistungssteigerung nach der Pause nicht, um dem Aufsteiger noch einen Punkt abzutrotzen. Vor dem so wichtigen Pokal-Viertelfinale beim FV Engers unter der Woche rangieren die Moselstädter mit 31 Zählern auf Rang 11 der Regionalliga-Tabelle.
Schwache erste Halbzeit bringt Trier früh in Rückstand
Nach zwei vielversprechenden Auftritten gegen die beiden bisherigen Tabellenführer der Regionalliga Südwest im Jahr 2026 ging es für Eintracht-Trier am Samstag nun erstmals gegen eine Mannschaft auf dem unteren Liga-Drittel. Und leider zeigten die Moselstädter diesmal nicht das wache, engagierte Gesicht, dass gegen die Spitzenteams aus Großaspach und Freiberg noch für Optimismus unter den Eintracht-Anhängern gesorgt hatte. Und so ist die erste Halbzeit der Partie auch schnell erzählt: Nach ordentlichem Beginn verlor der SVE im Mittelfeld den Ball und hatte dem Konter des FC Bayern in der Folge nichts mehr entgegenzusetzen. Filip Pandza legte letztlich für Lucas Sitter quer, der locker zum 1:0 einschieben konnte (14.). Keine zehn Minuten später segelte ein Freistoß in den Trierer Sechzehner und erneut bekam die Hintermannschaft der Blau-Schwarz-Weißen das Leder nicht geklärt, sodass Ahmet Aygül mit rechts einnetzten durfte (22.).
Die Moselstädter zeigten sich im Anschluss sichtlich geschockt, gelungene Kombinationen blieben Mangelware – ebenso wie ernsthafte Torgelegenheiten. Ein Flachschuss von Sinan Tekerci, den Bayern-Keeper Samarelli locker fangen konnte, war wohl die beste Chance auf einen eigenen Treffer vor dem Seitenwechsel (31.). Der Auftritt im ersten Durchgang war schlicht nicht gut genug, um den beherzt auftretenden Gastgebern ernsthaft etwas entgegenzusetzen.
Leistungssteigerung nach der Pause reicht nicht
Eintracht-Chefcoach Thomas Klasen reagierte zur Pause und brachte mit Kinscher, Lohei und Mitakidis gleich drei Neue. Ein Wechsel, der durchaus Wirkung zeigte: Der SVE übte zu Beginn des zweiten Spielabschnitts jetzt erstmals Spielkontrolle aus und ließ die Hausherren kaum mehr zur Entfaltung kommen. Nach einer Stunde hätte Dominik Kinscher mit einem tollen Freistoß beinahe den Anschlusstreffer besorgt, scheiterte aber am Aluminium – und auch der Nachschuss von Spang im Zentrum wurde letztlich geblockt (61.). In der 73. Minute war es erneut Kinscher, der vor dem Tor der Hausherren für Gefahr sorgte, im Eins-gegen-Eins aber letztlich am gut herauseilenden Samarelli scheiterte.
Die klare Leistungssteigerung im zweiten Durchgang kam letztlich aber zu spät und entfaltete in Summe auch nicht die nötige Durchschlagskraft. So reist die Klasen-Elf am 23. Spieltag der Regionalliga Südwest ohne Punkte zurück in Deutschlands älteste Stadt. Bevor mit dem FSV Frankfurt und dem SV Sandhausen an den kommenden beiden Wochenenden die nächsten zwei Top-Mannschaften auf den SVE warten, steht am Mittwochabend das so wichtige Viertelfinale im Bitburger Rheinlandpokal beim FV 07 Engers auf dem Programm. Anstoß ist um 19 Uhr.
Aufstellungen und Spielinfos
Bayern Alzenau: Samarelli – Nsandi (67. J. Boutakhrit), Jung (58. Samardzic), Wilke, H. Boutakhrit – Ferukoski (82. Fecher), Aygül, Garic, Brauburger – Pandza (67. Seikel), Sitter (82. Trageser)
Eintracht Trier: Novakovic – Held, Laux (46. Mitakidis), Schuster, Heinz (83. Rahn) – Spang, Wrusch – Tekerci (83. Filipe), Seitz (46. Kinscher) – Sossah, König (46. Lohei)
Tore: 1:0 Sitter (14.), 2:0 Aygül (22.)
Zuschauer: 650
Schiedsrichter: Tim Waldinger
Quelle: SVE




