

Am Freitag, 27. März, findet um 17 Uhr eine Kundgebung auf dem Porta-Nigra-Vorplatz statt. Die öffentliche Veranstaltung richtet sich gegen Femizide, sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch.
Anlass: Aktuelle Enthüllungen
Anlass der Kundgebung sind aktuelle Enthüllungen, die Collien Fernandes öffentlich gemacht hat. Demnach soll eine Person ohne ihr Wissen oder ihre Einwilligung intime Bilder erstellt und verbreitet sowie mit Fakeprofilen in ihrem Namen Kontakt zu Menschen aus ihrem Umfeld aufgenommen haben.
Der Fall wird als ein weiterer prominenter Fall sexualisierter Gewalt im privaten Umfeld eingeordnet.
Gewalt gegen Frauen als gesellschaftliches Problem
Die Veranstalter verweisen darauf, dass Gewalt gegen Frauen strukturell in der Gesellschaft verankert sei. In Deutschland würden täglich Frauen Opfer von versuchter oder vollendeter tödlicher Gewalt, häufig durch (Ex-)Partner.
Für das Jahr 2023 wird von 938 weiblichen Opfern von Tötungsdelikten berichtet, davon 360 vollendete Taten. Zudem wurden mehr als 52.000 Frauen und Mädchen Opfer von Sexualstraftaten, über die Hälfte davon unter 18 Jahre alt.
Auch digitale Gewalt nehme zu. Mehr als 17.000 Frauen und Mädchen seien im vergangenen Jahr betroffen gewesen, etwa durch Cyberstalking.
Aufruf zu mehr Verantwortung und Engagement
Die Kundgebung soll Raum für Austausch und Forderungen nach konkreten Maßnahmen bieten, die Frauen wirksam vor Gewalt, Bedrohung und Belästigung schützen.
Zugleich richtet sich ein Appell insbesondere an Männer, Verantwortung zu übernehmen, Gewaltstrukturen zu hinterfragen und aktiv dagegen vorzugehen.




