Nico Lautwein

Spiel gedreht: Gladiators Trier schlagen MBC mit 85:78 und stehen in den Play-Ins

Trier. Die Moselstädter haben sich mit einem 85:78-Heimsieg gegen den  MBC für die Play-Ins der Basketball-Bundesliga qualifiziert. Bereits am Dienstag um 20.30 Uhr gastieren die Trierer bei Vechta.

Bester Trierer Werfer war Steven Ashworth mit 21 Punkten.

Bester Trierer Werfer war Steven Ashworth mit 21 Punkten.

Bild: Simon Engelbert

Die VET-CONCEPT Gladiators Trier haben sich am letzten Hauptrundenspieltag der easyCredit BBL mit einem 85:78-Heimsieg gegen den SYNTAINICS MBC den Einzug in die Postseason gesichert. Vor 5.400 Zuschauern in der ausverkauften SWT Arena drehten die Trierer nach schwacher erster Halbzeit die Partie und treffen nun im Play-In auf RASTA Vechta.

Trainer Jacques Schneider schickte Clayton Guillozet, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen in die Partie. Die Gäste aus Weißenfels erwischten den deutlich besseren Start und setzten Trier früh unter Druck. Während die Gladiators offensiv zunächst kaum Rhythmus fanden, nutzte der MBC seine Vorteile unter dem Korb konsequent aus und zog schnell davon. Nach dem ersten Viertel lagen die Trierer mit 13:26 zurück.

Auch im zweiten Abschnitt kontrollierten die Gäste zunächst das Spielgeschehen. Vor allem beim Rebound war der MBC überlegen und kam immer wieder zu zweiten Wurfchancen. Als Akeem Vargas per Dreier auf 18:34 erhöhte, drohte den Gladiators eine deutliche Heimniederlage. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Trierer offensiv besser ins Spiel. Vor allem aus der Distanz trafen die Gastgeber nun sicherer. Steven Ashworth verkürzte kurz vor der Pause mit seinem zweiten Dreier des Viertels auf 35:42.

Trier kämpft sich zurück

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gladiators deutlich verbessert. Die Defensive arbeitete konzentrierter und offensiv fanden die Trierer besser in ihr schnelles Umschaltspiel. Dennoch verteidigte der MBC seine Führung zunächst erfolgreich. Erst mit dem letzten Wurf des dritten Viertels gelang Evans Rapieque der Ausgleich zum 62:62.

Im Schlussviertel übernahmen die Gladiators endgültig die Kontrolle. Ein Freiwurf von Urald King und ein Dreier von Jordan Roland brachten Trier erstmals in Führung. Besonders Steven Ashworth prägte die entscheidende Phase der Partie: Mit wichtigen Distanzwürfen und einem Assist auf Urald King sorgte er für die Vorentscheidung. Die Trierer brachten den Vorsprung anschließend souverän über die Zeit.

Bester Werfer der Gladiators war Ashworth mit 21 Punkten, dicht gefolgt von Jordan Roland mit 20 Zählern. Für den MBC trafen Jure Planinic (14 Punkte) sowie Khyri Thomas und Nemanja Djurisic (je 12) am besten.

Play-In-Spiel in Vechta

Durch den Erfolg qualifizieren sich die Gladiators als Aufsteiger für die Play-Ins der Bundesliga. Bereits am Dienstag um 20.30 Uhr gastieren die Trierer bei RASTA Vechta. Mit einem Sieg würde Trier direkt in die Playoffs einziehen. Bei einer Niederlage folgt am Donnerstag ein weiteres Play-In-Spiel in der SWT Arena.

Trainer Jacques Schneider zeigte sich nach der Partie stolz auf die Leistung seiner Mannschaft: „Wir sind sehr stolz, als Aufsteiger jetzt in die Play-Ins gekommen zu sein. Emotional ist das heute unser Highlight – jetzt sind wir hungrig auf mehr.“

Für Trier spielten: Steven Ashworth (21 Punkte), Clayton Guillozet (6), Behnam Yakhchali (3), Marco Hollersbacher (4), Marten Linßen (5), Jordan Roland (20), Urald King (11), Evans Rapieque (2), Nolan Adekunle (5), JJ Mann (DNP), Maik Zirbes (8) und George King (0).

Beste Werfer SYNTAINICS MBC: Jure Planinic (14 Punkte), Khyri Thomas und Nemanja Djurisic (jeweils 12).

Für über 100.000 Fans bei den Heimspielen und 13 ausverkauften Partien von insgesamt 19 Spielen in der SWT Arena überreichte die hallenbetreibende MVG Trier dem Verein in der Halbzeitpause des Spiels am Sonntag einen Sold Out-Award. (Zum Bericht)

Quelle: Gladiators Trier