

Mit ihrer gewohnten Starting Five aus Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen starteten die Gladiators in die Partie. Nach den letzten drei Niederlagen wollten die Trierer Basketballer unbedingt zurück in die Erfolgsspur.
Mühsamer Start
Die ersten Punkte des Spiels gehörten den Gästen, erzielt per Korbleger von Chip Flanigan. Braunschweig suchte früh den Distanzabschluss, traf zunächst aber wenig, während Trier in der Transition mit langen Pässen immer wieder erfolgreich war und sich so eine 8:6 Führung erspielte. Beide Teams fanden offensiv nur schwer ihren Rhythmus, das Spiel blieb ausgeglichen und von wenig Wurfglück geprägt. Als das Tempo etwas nachließ, übernahm Braunschweig durch zwei Distanztreffer von Worthy und Sherfield kurzzeitig die Kontrolle und zwangen Jacques Schneider zum Timeout. Doch Trier kam stark aus der Auszeit zurück: Linßen punktete im Post, Roland traf im Fastbreak den Dreier zum 17:18. Ein später Treffer von Obiesie stellte den Viertelstand auf 17:20, bevor ein zu spät abgegebener Wurf der Gladiators nicht mehr zählte.
Braunschweig führt zur Halbzeit
Der Start in den zweiten Abschnitt verlief holprig: Zwei schnelle Ballverluste der Gladiators führten zu einfachen Punkten für Shittu und einem 17:22 Rückstand. Trier agierte nun weniger effektiv in der Transition und suchte verstärkt das Inside Spiel, blieb dabei aber zu statisch. Ein schön herausgespielter Dreier von Roland brachte neuen Schwung, ehe George King aus der Distanz zur 24:22 Führung traf. Die Partie wurde nun wilder, beide Teams erhöhten das Tempo, doch Trier leistete sich zu viele Turnover, die Braunschweig konsequent bestrafte. Nach einem And One von NGuessan und mehreren schnellen Löwen Punkten nahm Trier beim 31:37 erneut eine Auszeit. Linßen hielt die Gladiators mit starken Aktionen am Brett im Spiel, doch Braunschweig traf nun deutlich besser von außen und stellte bis zur Pause auf 37:43 – ein durchwachsener erster Durchgang aus Trierer Sicht.
Gladiators drehen das Spiel nach der Pause
Der Beginn der zweiten Halbzeit blieb chaotisch, doch Braunschweig nutzte die Situation besser und erhöhte schnell auf 39:47. Trier bekam defensiv Probleme gegen die schnelle Ballbewegung der Gäste und verlor offensiv weiterhin zu oft den Ball. Ashworth verkürzte per Dreier, doch die Löwen blieben das effizientere Team. Erst ein weiterer Distanzwurf von Ashworth und ein schön herausgespielter Corner Dreier von Adekunle brachten die Gladiators zurück ins Spiel. Nach starker Defense und schneller Transition glich Guillozet per Freiwürfe zum 54:54 aus. In den letzten Minuten des Viertels stand die Defensive der Gladiators stabil, während Maik Zirbes am Brett dominierte, Fouls zog und von der Linie auf 68:60 erhöhte.
Trier bringt den Sieg im Schlussviertel nach Hause
Zirbes blieb auch zu Beginn des Schlussabschnitts der prägende Mann und erhöhte von der Freiwurflinie auf 70:60. Trier agierte nun defensiv deutlich griffiger und offensiv abgeklärter: Hollersbacher im Drive und erneut Zirbes am Brett stellten auf 74:60, worauf Braunschweig eine Auszeit nahm. Die Löwen trafen zwar vereinzelt von außen, doch Trier konterte konsequent – ob durch Kings Fastbreak, Rolands spektakulären Layup oder Linßens starke Aktionen inside. Als Zylka einen wilden Dreier traf, antwortete Roland sofort und George King erhöhte im Fastbreak auf 87:70. Braunschweig war nun zu Dreiern gezwungen, während Trier klug Zeit von der Uhr nahm und weiter effizient abschloss. Ashworth traf aus der Distanz zum 94:78, auf Braunschweiger Seite hielt Sherfield sein Team mit mehreren schweren Dreiern im Spiel, doch die Gladiators blieben in der Transition brandgefährlich. Linßen setzte mit einem Dunk die 100 Punkte Marke, und trotz eines späten Braunschweiger Aufbäumens brachte Trier den verdienten 106:97 Heimsieg souverän über die Zeit.
Spielstatistik
Die Viertel: 17:20 | 20:23 | 31:17 | 38:37
Die Zuschauerzahl: 4.445
Trainer Schneider zufrieden
Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Es war ein sehr umkämpftes Spiel, in dem Braunschweig uns in der ersten Halbzeit einen extrem harten Kampf geboten hat. Wir haben nicht ins Spiel gefunden und sind mit einem Rückstand in die Kabine gegangen. Es ist uns in der zweiten Halbzeit aber gelungen, zurückzukommen und vor allem unseren Basketball zu spielen. Darauf bin ich heute unfassbar stolz. Wir haben uns in den vergangenen Wochen nicht aus der Ruhe bringen lassen und auch bei Misserfolg an uns geglaubt. Und heute hat man in der zweiten Hälfte eine Trierer Mannschaft gesehen, die den Ball sehr gut bewegt, schnell und mit einer gewissen Leichtigkeit sowie Freude gespielt hat. Deshalb haben wir nach hinten raus auch verdient gewonnen und dazu kommt, dass wir dann defensiv einen guten Zugriff hatten und gut gereboundet haben. Es war für uns ein rundes Spiel.“
Aufstellungen
Für Trier spielten: Steven Ashworth (22 Punkte), Clayton Guillozet (12), Behnam Yakhchali (5), Maro Hollersbacher (9), Marten Linßen (17), Jordan Roland (13), Urald King (2), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (5), JJ Mann (DNP), Maik Zirbes (12) und George King (9).
Beste Werfer Basketball Löwen Braunschweig: David NGuessan, Grant Sherfield und Kaza Kajami-Keane (jeweils 19 Punkte).
Quelle: Gladiators Trier


