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Es war einmal... Thiels Burg

Trier. Über dem Aveler Tal thront eine markante kleine Burg inmitten der Weinberge. Welcher Ritter lud hier wohl zur Tafelrunde?

Wohl keiner, denn ganz so alt wie es von Weitem den Anschein hat, ist die Anlage nicht. Sie gehört zur Weinbaudomäne Avelsbach, dessen erster Pächter Hugo Thiel die Burg im Jahr 1910 errichten ließ – als weithin sichtbares Zeichen des preußischen Engagements zur Förderung des Weinbaus an der Mosel. Der Preußen-Adler wacht denn auch als Relief über einem Bildnis Thiels. Darunter ist im Türsturz eine Zeichnung des Halleyschen Kometen mit der Jahreszahl 1910 verewigt – der Himmelskörper war in diesem Jahr zu sehen. Zum Ensemble Avelsbach gehört neben Wirtschaftsgebäuden, Wohnhaus des Domänenverwalters und Burg auch die Arbeiterwohnsiedlung in der Baltzstraße.

Burg ziert Uni Wein

Der Zugang zur Burg erfolgte einst durch einen Torbogen über eine Treppe. Beide sind heute nicht mehr erhalten. Und auch Innenraum sowie Aussichtsplattform der Mini-Burg sind nicht mehr zugänglich. Es gibt allerdings Bestrebungen, sie wieder nutzbar zu machen. Thiels Burg ziert überdies das Etikett des Uni-Weins, der im Rahmen einer Weinbergspatenschaft in der Lage Avelsbacher Hammerstein von der Universität Trier gekeltert wird.

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