Nico Lautwein

72:90 in Hamburg: Gladiators Trier unterliegen den Towers

Trier/Hamburg. Die Moselstädter verlieren bei den Hamburg Towers relativ deutlich. Vor allem Ballverluste und schwaches Rebounding machen den Unterschied.
Nolan Adekunle von den Gladiators Trier

Nolan Adekunle von den Gladiators Trier

Bild: Simon Engelbert

Ohne den verletzten Steven Ashworth schickte Gladiators Headcoach Jacques Schneider bei den Hamburg Towers Clayton Guillozet, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen als Starting Five auf das Parkett.

Starke Gastgeber

Von Beginn an legten die Hausherren ein hohes Tempo vor und setzten die Gladiators-Defense somit stark unter Druck. Während die Towers frühe Würfe nahmen und diese hochprozentig verwandelten, wollte in den ersten Angriffen nur ein Trierer Distanzwurf von Jordan Roland durch die Reuse fliegen. Schnell passten die Gladiatoren ihr Spiel an, suchten vermehrt den Abschluss am Brett und hielten die Partie so ausgeglichen – George King stellte per Korbleger auf 13:13 (7. Spielminute). Zum Ende des ersten Viertels leisteten sich die Gladiatoren zu viele Turnover im Passspiel und ließen mehrere Offensivrebounds der Towers zu, die sich somit eine 19:26-Führung zum Abschluss der ersten zehn Spielminuten erarbeiteten.

Turnover und Rebounds als Knackpunkte

Auch im zweiten Viertel war die Hamburger Trefferquote aus der Distanz deutlich höher als die der Gladiatoren. Vor allem Point Guard Ross Williams netzte immer wieder von Downtown ein und hielt die Führung der Towers weiter aufrecht – 36:29 (14.). Nur wenige Minuten später traf Nolan Adekunle per Korbleger zum 37:38 aus Trierer Sicht und brachte sein Team wieder in Schlagdistanz. In den folgenden Angriffen gelang es jedoch nicht die Führung zu erkämpfen, sondern weitere Turnover sorgten immer wieder für Hamburger Ballbesitz. Auch der Offensivrebound landete zu oft in Händen von Towers-Spielern und so war der Rückstand aus dem ersten Viertel auch die Hypothek, mit der es für die Römerstädter in die Halbzeitpause ging – 41:48.

Hamburg setzt sich nach der Pause ab

Nach dem Seitenwechsel merkte man den Gladiatoren langsam die Müdigkeit am Ende der englischen Woche an. Ross Williams stellte erneut aus dem Drei-Punkte-Bereich die erste zweistellige Führung der Towers her (41:51, 21.) und läutete damit den nächsten Lauf der Gastgeber ein. Bis zur Mitte des dritten Viertels war der Trierer Rückstand auf zwanzig Punkte angewachsen (45:65, 26.), was weiterhin auf zu viele vermeidbare Ballverluste in der Offensive und zu inkonsequentes Rebounding in der Defensive zurückzuführen war. Den Hamburgern gelang es dazu immer wieder gute Distanzwürfe freizuspielen und diese hochprozentig zu verwandeln. So konnten die Trierer ihren Rückstand vor der letzten Viertelpause nur geringfügig verkürzen und gingen mit einem 56:72 in den letzten Spielabschnitt.

Keine Wende im Schlussviertel

Auch im letzten Viertel gaben sich die Gladiatoren nicht auf, hatten aber weiterhin Probleme die wurfstarken Guards der Towers zu verteidigen. Auch offensiv wollte von außen zu wenig fallen um den deutlichen Rückstand entscheidend verkürzen zu können und so erarbeiteten sich die Moselaner immer wieder Abschlüsse am Brett. Trotz einiger erfolgreicher Abschlüsse blieb die Hamburger Führung unangetastet und Benedikt Turudic stellte per Dunk auf 61:82 (35.) zur Mitte des letzten Viertels. Bis zum Spielende konnten die Gladiatoren keinen Lauf mehr starten, der das Ergebnis beeinflusste und so musste man sich letztlich mit 72:90 am Ende der englischen Woche bei den Hamburg Towers geschlagen geben.

Stimmen und Statistik

Die Viertel: 19:26 | 22:22 | 15:24 | 16:18
Die Zuschauerzahl: 3.220

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Hamburg hat heute mit mehr Intensität gespielt als wir. Sie waren sehr physisch, gerade in der ersten Halbzeit haben sie die Rebounds sehr gut kontrolliert. Wir hatten zu viele Ballverluste und man hat heute gesehen, wie wichtig zu ist, unseren Point Guard zu haben. Hamburg hat heute mehr Abschlüsse bekommen und wir sind offensiv heute nicht so variabel gewesen. Von daher Glückwunsch an Hamburg“.

Für Trier spielten: Clayton Guillozet (6 Punkte), Behnam Yakhchali (9), Marco Hollersbacher (2), Marten Linßen (6), Jordan Roland (19), Urald King (6), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (7), JJ Mann (2), Maik Zirbes (6) und George King (9).

Beste Werfer Veolia Towers Hamburg: Ross Williams (27 Punkte), Devon Daniels IV (15) und Zsombar Maronka (12).

Quelle: Gladiators Trier