Nico Lautwein

Gladiators Trier schlagen Hamburg: Jordan Roland glänzt mit 25 Punkten

Trier. Die Moselstädter gewinnen ihr Heimspiel gegen Hamburg mit 101:92. Jordan Roland überzeugt mit 25 Punkten, das Rückspiel folgt bereits am Sonntagabend um 18 Uhr.
Bester Trierer Warfer war Jordan Roland mit 25 Punkten. Hier an der Freiwurflinie.

Bester Trierer Warfer war Jordan Roland mit 25 Punkten. Hier an der Freiwurflinie.

Bild: Simon Engelbert

Mit der gewohnten Starting Five aus Steven Ashworth, Jordan Roland, Nolan Adekunle, Urald King und Marten Linßen starteten die Gladiators Trier in den Save IT First-Spieltag gegen die Hamburg Towers. Jordan Roland setzte früh ein erstes Ausrufezeichen und traf zwei schnelle Dreier zur 6:5 Führung (2. Spielminute). Trier war defensiv von Beginn an hellwach, hatte mehrfach die Hände im Passweg, ließ dafür offensiv aber einige freie Würfe liegen. Hamburg fand zunehmend über nur schwer zu stoppende Eins gegen Eins Aktionen ins Spiel und ging mit 13:18 (8.) in Führung. Trier blieb aber über die Transition gefährlich: George King verkürzte per And One, Zirbes glich einen Angriff später im Post aus. Den Schlusspunkt unter ein energiereiches erstes Viertel setzte der Hamburger Devon Daniels mit einem Buzzerbeater-Layup zum 23:25.

Rückschlag und starke Reaktion vor der Pause

Zu Beginn des zweiten Abschnitts blieb die Partie weiter offen. Roland traf früh erneut von außen zum 28:29, Linßen brachte Trier im Post wieder in Führung (30:29, 12.). Kurze Zeit später folgte ein Schock für die Gladiatoren: Steven Ashworth musste verletzt vom Feld und konnte nicht mehr auf das Parkett zurückkehren – gleiches galt auch für Towers-Center Martin Breunig, der bereits zuvor verletzt ausgewechselt werden musste. Trier reagierte jedoch mit viel Energie und fand offensiv immer bessere Lösungen. Adekunle traf einen sauber herausgespielten Dreier zum 36:34 (14.), ehe unter anderem erneut Jordan Roland mit zwei Distanztreffern in Serie auf 49:43 (18.) erhöhte. Behnam Yakhchali legte zwei weitere Dreier nach und brachte Trier mit 55:46 deutlicher in Front. Hamburg antwortete aus der Mitteldistanz und verkürzte zur Halbzeitpause nochmal auf 55:48.

Linßen prägt dritte Phase – Hamburg bleibt dran

Nach dem Seitenwechsel startete Trier konzentriert in die zweite Halbzeit. Über gutes Teamplay fand Linßen mehrfach den Weg zum Korb, war dort nicht zu stoppen und erhöhte auf 63:52 (22.). Das Spiel wurde nun physischer, Hamburg verteidigte aggressiver und fand nun wieder deutlich besser in die Partie. Mit einem eigenen 3:11-Lauf, den Kenneth Ogbe per And-One an der Freiwurflinie veredelte, brachten sich die Towers zur Mitte des dritten Viertels wieder in Schlagdistanz (66:63, 27.). Wieder war es Marten Linßen, der am Ende der dritten zehn Minuten zum 76:71 traf , doch Hamburg setzte mit einem Dreier von der Mittellinie – getroffen von Leonard Thorpe - ein Ausrufezeichen und verkürzte zum Viertelende nochmal auf 76:74.

Entscheidung im Schlussviertel

Im Schlussabschnitt übernahm Linßen weiter Verantwortung und erhöhte direkt auf 78:74. Trier fand nun immer wieder gute Abschlüsse: Adekunle traf aus der Ecke zum 88:82, Guillozet legte per Penetration zum 90:82 (34.) nach. Nach einem Einwurf stand Roland frei am Korb und erhöhte weiter, wenig später besorgte er per Freiwürfe eine zweistellige Führung (94:84, 36.). Hamburg blieb durch Thorpe, der beim Dreier gefoult wurde und alle Freiwürfe verwandelte, kurz im Spiel, doch Clayton Guillozet fand die richtige Antwort mit einem getroffenen Dreier zum 97:87 bei gut zweieinhalb Minuten Restzeit auf der Spieluhr. Diesen Vorsprung ließen sich die Römerstädter nicht mehr nehmen und brachten den Heimsieg letztlich clever über die Zeit. Dank schneller und konsequenter Ballbewegung zum Ende des Spiels sicherte man sich letztlich einen 101:92-Heimsieg, den Clayton Guillozet mit einem krachenden Dunk veredelte. Bereits am Sonntag stehen sich die beiden Teams erneut gegenüber, wenn in der Hamburger Inselparkarena das Nachholspiel des 15. Spieltages ansteht.

Zahlen und Stimmen zum Spiel

Die Viertel: 23:25 | 32:23 | 21:26 | 25:18
Die Zuschauerzahl: 5.400

Jacques Schneider (Headcoach VET-CONCEPT Gladiators): „Glückwunsch an Trier - und damit meine ich die ganze Organisation inklusive Fans. Heute haben wir hier wieder einen fantastischen Basketballabend mit toller Stimmung erlebt. Alle arbeiten zusammen und pushen sich gemeinsam durch die Saison. Auch nach der kleinen Niederlagen-Serie haben wir den Kopf oben gehalten und heute wieder gezeigt, was uns ausmacht und stark macht. Trotz der Verletzung unseres Starting Point Guards haben wir es geschafft, sehr stabil durch die Partie zu kommen. Wir haben 23 Assists bei, für uns, verhältnismäßig wenig Turnovern. Wir haben gut gepunktet, weil wir uns als Team gute und hochprozentige Würfe herausgespielt haben. Darauf bin ich heute besonders stolz. Genauso stolz bin ich darauf, wie tough wir waren - wir waren das Team was mehr gekämpft hat und den Sieg mehr wollte. Trotz ein paar Fehlern am Ende des dritten und zu Beginn des letzten Viertels haben wir das Spiel letztlich souverän gewonnen.“

Für Trier spielten: Steven Ashworth (0 Punkte), Clayton Guillozet (16), Behnam Yakhchali (12), Marco Hollersbacher (1), Marten Linßen (16), Jordan Roland (25), Urald King (6), Evans Rapieque (0), Nolan Adekunle (14), JJ Mann (0), Maik Zirbes (6) und George King (5).

Beste Werfer Veolia Towers Hamburg: Devon Daniels (24 Punkte), Leonard Thorpe (19) und Kenneth Ogbe (12).

Quelle: Gladiators Trier