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Redensarten

Manni kallt platt. „En jede Herd öss e reudig Schoof“, sagt der Eifeler, womit sich seine Redensart von der hochdeutschen Variante mit dem berühmten schwarzen Schaf nur im Grad der Schädigung unterscheidet. Denn ein schwarzes Schaf ist in der Herde nicht weiter tragisch, es unterscheidet sich zwar in der Farbe, ist meinethalben auch bockig und widerborstig, aber die anderen Schafe bleiben weiß. Wohingegen das räudige Schaf auch die anderen mit der Räude ansteckt.

Woraus man schließen könnte, dass die Eifeler aufgrund lehrreicher Erfahrungen durch die Jahrhunderte skeptischer sind als hochdeutsch redende Stadtmenschen. „Mött Falle unn Stohn liere de Köngde john“ ist beispielsweise so eine Redensart, die Binsenweisheiten subsumiert, wonach im Leben eben nicht alles glattläuft und mit Rückschlägen zu rechnen ist. Aber: Bitte nicht entmutigen lassen, wieder aufstehen, weitermachen . . .

Die allgemeine Lebenserfahrung lehrt in diesem nicht gerade wirtschaftlich auf Rosen gebetteten Landstrich auch, dass in ökonomisch besser gestellten Kreisen häufig eine ganz bestimmte Form egoistischer Selbstgenügsamkeit und auch Selbstgerechtigkeit anzutreffen ist: „Wer et Krüzz hätt, der sähnt sich drmött!“ Wer das Kreuz in Händen hält, der segnet sich damit . . .

Immerhin hatten Knechte und Mägde, die Dienstboten, auch ihrerseits etwas davon, wenn der Segen für die Herrschaft reichlich ausfiel: „Wenn et op de Häer rähnt, dann dröp et op de Knäet“. Trifft großer Reichtum wie Regen das Haus, dann tröpfelt es auch auf die Dienstboten.

Dennoch litten die billigen Arbeitskräfte in Landwirtschaft und Bergbau äußerst selten unter Fettleibigkeit: „Der öss su fett wie en Jees für de Kniee!“ Für nicht üppig gepolsterte Frauenzimmer galt die Bezeichnung „Schmeck vom Duedewahn“: „Die sieht aus wie die Peitsche des Leichenwagen-Kutschers“.

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Traktorfahrer bevorzugt Verkehr der anderen Art

Bad Münstereifel. Am Sonntagnachmittag befuhr ein 51-jähriger Mann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler mit seinem Traktor und einem Anhänger die Landstraße 194 bei Bad Münstereifel. Auf einem Behelfssitz links neben ihm saß seine 46-jährige Begleiterin. Bei dem Traktor handelte es sich um einen Oldtimer, der keine Fahrerkabine besitzt. Die gemächliche Tour durch die Eifel schien das Paar derart erregt zu haben, dass sie während der Fahrt die guten Sitten außer Acht ließen und einen Verkehr der anderen Art bevorzugten. Für übrige Verkehrsteilnehmer deutlich sichtbar, hatte die Frau ihren Oberkörper nach vorne gebeugt und ihren Kopf zwischen den Beinen bzw. Schritt des Traktorfahrers platziert. Den deutlich erigierten Phallus des Mannes, an dem die Frau geschlechtsverkehrspezifische Auf- und Abwärtsbewegungen mit ihrem Kopf vollzog, konnten mehrere Zeugen erkennen. Sie verständigten die Polizei. Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der Erregung öffentlichen Ärgernisses wurde der Traktorfahrer durch zwei Zeugen, darunter ein Polizeibeamter, angehalten. Erst jetzt wurde das lustvolle Spiel mit dem Geschlechtsteil des Mannes beendet und dieses wieder an ordnungsgemäßer Stelle verstaut. Die beiden Beschuldigten wollten sich beim Eintreffen einer Streifenwagenbesatzung zur Sache einlassen. Gegen sie wurden wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses die Ermittlungen aufgenommen.Am Sonntagnachmittag befuhr ein 51-jähriger Mann aus Bad Neuenahr-Ahrweiler mit seinem Traktor und einem Anhänger die Landstraße 194 bei Bad Münstereifel. Auf einem Behelfssitz links neben ihm saß seine 46-jährige Begleiterin. Bei dem Traktor…

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