Leienkauler Schieferpfade und die einsame Falkenley
Eine herrliche Wanderung für einen Tag im goldenen Oktober. Und sollte das Wetter doch umschlagen, kann man einfach verkürzen, denn die Tour hat die Form einer Acht.
Ihr Mittelpunkt ist die Schieferregion Kaulenbachtal, wo Schieferhalden, Gebäudereste und Stolleneingänge durch einen Wanderweg verbunden wurden; Infotafeln bieten reichliche Erläuterungen. Die Wanderung in diesem Naturschutzgebiet ist aber auch landschaftlich überaus reizvoll und hat mit der Falkenley noch einen zusätzlichen Höhepunkt zu bieten.
Bereits der Beginn ist außergewöhnlich: Wir wandern vom Kloster Martental durch ein stilles, tief eingeschnittenes Tal aufwärts, immer nah am Bach, und kommen erst bei Leienkaul ins Offene. Ein Grasweg bringt uns weiter aufwärts, und oberhalb des Ortes wandern wir nun in westlicher Richtung und genießen herrliche Weitblicke Richtung Moseltal und Hunsrück. An einer Bank lesen wir auf einer Infotafel, dass an dieser Stelle 1880 der letzte Wolf erlegt wurde. Ein überraschend aktuelles Thema!
Dahinter steigen wir etwas ab zum Kaulenbach. Längere Zeit folgen wir dem Bachlauf, dann geht es wieder nach oben bis zu einem Aussichtspunkt, der einen Traumblick auf das ehemalige Abbaugebiet mit seinen glänzenden Schieferhalden, aber auch auf das gesamte Naturschutzgebiet um den Kaulenbach freigibt.
Dieses Areal steuern wir nun an, steigen auf reizvollen Pfaden abwärts, erreichen den Bach und folgen ihm mitten durch die Schieferregion bis zur Herrenwiese mit Rastplatz und dem nachgebauten Spalthaus, das auch als Rasthütte dient. Hier beginnt die zweite Achterschleife, die also wieder hierher zurückführt: Wir steigen hoch, kommen in eine offene Wiesenlandschaft und durchwandern diese.
Dann hinunter zum Müllenbach, einem Seitenbach der Endert, und nun folgt eine schwierige Passage: kurzer, steiler Abstieg, Bachquerung auf einer etwas in die Jahre gekommenen Mini-Brücke oder direkt daneben und steiler Aufstieg zur Falkenley. Der traumhaft schöne, einsame Platz entschädigt für die Mühsal davor. Dahinter kommen wir noch einmal kurzzeitig in die offene Wiesenlandschaft, ehe es wieder abwärts zur Herrenwiese geht.
Nun folgen wir dem Kaulenbach bis zur Mündung, danach geht es an der Endert weiter. Nach ca. 650 Metern kann man noch einen kurzen Abstecher zum Wasserfall »Die Rausch« einplanen, bevor wir die letzten 400 Meter über einen Teil des Kreuzwegs und vorbei an der Klosterkirche zurück zum Parkplatz wandern.
Warnung: Erschrecken Sie nicht, wenn Sie unterwegs plötzlich einen infernalischen Lärm hören. Der Fliegerhorst Büchel liegt nur einige Kilometer entfernt, und die dort startenden Maschinen sind beängstigend laut. In der Regel ist der Spuk jedoch nach wenigen Minuten vorbei.
Daten zur Tour
- Es ist eine GPS-geführte Rundwanderung (es gibt also keine Beschilderung). Die gesamte Strecke ist 15,4 km lang (510 Hm). Keine Einkehrmöglichkeit unterwegs. Wichtig: Wegen der sehr steilen Passage vor der Falkenley haben wir die Tour als »schwer« eingestuft. Wegen dieser Passage sollte die Tour nicht in umgekehrter Richtung gegangen werden. Diese Schwierigkeit entfällt, wenn die Abkürzung gewählt wird.
- Alle Informationen zur Tour (GPS-Datei, Kurzbeschreibung des Streckenverlaufs und dessen Darstellung mit Google-Maps, zahlreiche Fotos etc.) finden Sie unter folgendem Link: www.naturaktiverleben.de/?IndexTour=139

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