Michael Nielen

Schattige Höhen zwischen Burg Sayn und Isenburg

Die WochenSpiegel-Serie geht dieses Mal an den Rhein: Der GPS-Wandertipp für April 2023 von NATUR AKTIV ERLEBEN (NAE).

Bilder
Diese Tour empfiehlt sich für jede Jahreszeit. Für diesen Monat haben wir sie gewählt, weil sie so nahe am Rhein liegt und mehr Blüten und Schmetterlinge verspricht als die Höhen in der tiefen Eifel.

Wir wandern von Sayn landeinwärts, auf dem Hinweg ist die Isenburg das Ziel. Zurück geht es auf der anderen Talseite des Saynbachs, erst auf die Höhe zwischen Caan und Stromberg, zuletzt auf dem Traumpfad »Saynsteig« über romantische Pfade und mit den Höhepunkten »Oskarhöhe« und zuletzt Burg Sayn.

Schnell haben wir Sayn hinter uns und steigen mit dem Rheinsteig auf schönem Waldpfad aufwärts. Wenn wir den Rheinsteig verlassen, geht es durch lichteren Wald weiter. Ein Rastplatz mit einer Eiche und einer Gedenktafel für den Turnvater Jahn lädt zu einer ersten Rast. In leichtem Auf und Ab geht es weiter, längere Zeit mit Blick hinunter ins Tal des Saynbachs. Es dauert einige Zeit und einige Richtungswechsel (Navi besser im Auge behalten!), bis wir in stiller Waldeinsamkeit die sehenswerte Ruine der ehemaligen Wallfahrtskapelle Hausenborn erreichen. Ein stiller Ort mit einladendem Rastplatz direkt neben der Kapelle.

Auf herrlichem Pfad (anfangs etwas felsig und recht steil) steigen wir nach Isenburg hinunter. Aus dem Ort geht es steil hoch zur Burgruine, die eine wunderbar aussichtsreiche Lage hat und zu einem hübsch angelegten Rundweg verlockt. Nach dem Rückweg in den Ort geht es wieder aufwärts. Wenn wir die Häuser hinter uns haben und auf schönem Waldpfad unterwegs sind, sollten wir den kurzen in der GPX-Datei eingezeichneten Abstecher nicht verpassen (ausgeschildert ist er nicht): Er führt zu einem lohnenden Aussichtspunkt mit Blick auf die Isenburg und die Pfarrkirche.

Dahinter kommen wir in der Nähe von Caan bald aus dem Wald auf eine weite Wiesenfläche und treffen dann auf den Traumpfad »Saynsteig«, der uns zum Ausgangspunkt zurück bringt. Überwiegend geht es abwärts (nicht ohne eine deftige Gegensteigung), und vor allem die letzten Kilometer sind der reine Genuss: Romantische, liebevoll geführte Pfade, Blicke ins Brexbachtal, Rasthütte und Aussichtspunkt »Oskarhöhe« und schließlich – nach einem letzten Anstieg – das Gelände von Burg Sayn. Vorbei an einigen Ruinen der Burganlage steigen wir direkt hinunter zum Parkplatz.

Und wenn Sie diese Runde genossen haben, empfehlen wir eine Wiederholung im Herbst: Wegen der vielen Laubwälder ein Farbentraum!

Die Details zur Tour

  • Es ist eine GPS-geführte Rundwanderung (es gibt also keine Beschilderung). Die gesamte Strecke ist 18 km lang (550 Hm). Keine Einkehr unterwegs.
  • Alle Infos zur Tour (GPS-Datei, Kurzbeschreibung des Streckenverlaufs und dessen Darstellung mit Google-Maps, zahlreiche Fotos etc.) finden Sie unter: www.naturaktiverleben.de/?IndexTour=141

Meistgelesen