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Befreiungsbuche und Mühlsteinhöhlen

Die WochenSpiegel-Serie: Der GPS-Wandertipp für den Januar 2022 von NATUR AKTIV ERLEBEN führt diesmal ins Vulkanland rund um Rockeskyll.
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Im neuen Jahr wollen wir unseren Lesern wieder monatlich Wanderungen aus dem NAE-Portal vorschlagen; nach der Flutkatastrophe hatten wir diese Rubrik zunächst nicht weitergeführt. Im Herzen der Vulkaneifel, und doch in einer Region, die kaum jemand kennt. So könnte eine Kurzcharakteristik dieser Tour lauten. Von Beginn bis Schluss werden wir daran erinnert, wo wir uns befinden: Basaltbrüche, Vulkankegel, Mühlsteinhöhlen und Info-Tafeln rufen die vulkanische Vergangenheit herauf. Gleichzeitig können wir uns aber auch von einer traumhaften Landschaft verzaubern lassen. Der Waldanteil ist relativ gering, und von den Höhen bieten sich immer wieder herrliche Aussichten ins weite Land. Besonders die nahe Kasselburg und die „Befreiungsbuche“ auf dem Alten Voß ziehen wiederholt die Blicke auf sich.

Vulkankrater

Wir wandern von Rockeskyll längere Zeit aufwärts und überschauen schon einen Großteil der gesamten Strecke. Dann gibt der Geopark Vulkankrater Einblicke in die Geschichte des Rockeskyller Kopfs, den wir halb umrunden. Dahinter geht es weiter durch idyllische Wiesen nach oben; beim anschließenden Abstieg erhalten wir neue Aussichten, steigen dann auf romantischem Pfad auf den Mühlenberg mit seiner liebevoll gepflegten Mariengrotte und drehen eine Runde um die spektakulären Mühlstein-Höhlen. Das nächste Ziel ist ein ehemaliger Basaltsteinbuch, den sich die Natur wieder zurückgeholt hat, und dahinter steuern wir auf die „Befreiungsbuche“ auf dem Alten Voß zu, die wie die Kasselburg seit Beginn der Tour immer wieder ins Auge fiel. Buchstäblich ein Höhepunkt! Den Abschluss bildet ein echter Panoramaweg: Durch offene Landschaft geht es abwärts, die Wacholderheide auf der Kuppe Seiderath erfreut mit ihrem Bewuchs und einem letzten Kasselburg-Blick, dann wandern wir durch Wiesen zurück nach Rockeskyll. Besonders die letzte Passage dürfte den Wunsch wecken, in der wärmeren Jahreszeit wiederzukommen, um dann auch die Küchenschellen und Orchideen bestaunen zu können. Die gesamte Tour ist für eine Winterwanderung wohl etwas lang, aber eine Abkürzung ermöglicht zwei kürzere Runden zu 12 km und 15,7 km.

Details zur Januar-Wanderung:

Es ist eine GPS-geführte Rundwanderung (es gibt also keine Beschilderung). Die Tour ist 20 km lang. Sie kann in zwei kürzere Runden zu 12 km (Westen) und 15,7 km (Osten) aufgeteilt werden. Die Höhendifferenz beträgt 450 m. Keine Einkehrmöglichkeit. Alle Informationen zur Tour (GPS-Datei, Kurzbeschreibung des Streckenverlaufs und dessen Darstellung mit Google-Maps, zahlreiche Fotos etc.) finden Sie auf der Internetseite von www.naturaktiverleben.de unter folgendem Link: www.naturaktiverleben.de/?IndexTour=129